In den zehn größten deutschen Supermarktketten haben die Prüfer von "Öko-Test" Salate eingekauft. Dabei handelte es sich um Kopf-, Eisberg- und Feldsalat, aber auch um Rucola und Lollo Rosso.

Im Labor fanden sich den Angaben zufolge teilweise Pestizide in erhöhten Gehalten. Der Rucola-Salat einer Netto-Filiale überschritt demnach sogar die gesetzliche Höchstmenge des Pestizids Imidacloprid, das neuen Studien zufolge für das Bienen- und Hummelsterben verantwortlich gemacht wird. Die Untersuchung zeigt auch, dass Eisbergsalat und Romana aus Spanien vergleichsweise wenig belastet sind. Auch an den Salaten aus Deutschland gibt es den Ergebnissen nach meist nicht viel auszusetzen. Negativ sind oft Salate mit Herkunftsland Belgien oder Italien aufgefallen.

Der Test offenbart nach Ansicht des Magazins, dass die Produzenten oft einen Mix aus verschiedenen Pestiziden spritzen. Denn für einzelne Pestizide gebe es gesetzliche Grenzwerte, nicht aber für Mehrfachrückstände.

Welche Auswirkungen ein solcher Pestizid-Cocktail auf die Gesundheit hat, sei unklar.

Grundsätzlich enthält Salat im Winter mehr Nitrat als im Sommer. Denn in den Treibhäusern wird kräftig gedüngt, und die Blätter bekommen weniger Licht ab, das den Stoff abbaut. Aus Nitrat können im Körper krebserregende Nitrosamine entstehen.

Die erlaubten Höchstkonzentrationen von Nitrat werden zwar in allen Proben eingehalten, doch einige Sorten wie etwa Rucola und Kopfsalat wiesen "stark erhöhte" Werte auf. Beim Endivien- und Eisbergsalat waren dagegen die Rückstände geringer.