Sie hat aber viele eigene Erfahrungen mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden gemacht. Wir wollen diese anderen Betroffenen nicht vorenthalten:

"Der Artikel über Fibromyalgie geht leider an der Realität vorbei und spiegelt einen völlig veralteten Kenntnisstand wider. Inzwischen wissen wir, dass die Fibromyalgie eine chronisch verlaufende und ständig fortschreitende Schmerzerkrankung ist, die sich an Muskulatur, Sehnen und Bändern bemerkbar macht und oft von schweren Erschöpfungszuständen mit einer immer weiter abnehmenden körperlichen und geistigen Belastbarkeit begleitet wird. Dazu kommen ein gestörtes Erinnerungs- und Konzentrationsvermögen, Angstzustände und Schlafstörungen, eine allgemeine Muskelsteifigkeit und stechende Schmerzen an Lendenwirbelsäule, Schultern, Hals, Beinen und Armen; auch Mi gräne, Verdauungsstörungen (Reizdarm), juckende und brennende Augen, Sehstörungen, verstopfte Nase, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Kreislaufprobleme, Herzrhythmusstörungen, Blasenkrämpfe, Tinnitus und andere mehr.

Als Ursache ein Gendefekt?

Es liegt eine Multisystemerkrankung vor, bedingt durch einen Mangel an intrazellulärer Energie. Dadurch ist der Körper nicht in der Lage, eine biochemische Substanz (Phosphat) korrekt auszuscheiden. Bei dieser Mitochondrialen Dysfunktion wird nicht mehr genug ATP (Adenosintriphosphat) produziert, um den Körper gesund und leistungsfähig zu erhalten. Als Ursache wird ein Gendefekt vermutet. Selbstverständlich ist Bewegung sehr wichtig. Aber Ausdauer- und Krafttraining zu betreiben, wie im erwähnten Artikel gefordert, ist für die geschädigten Zellen völlig kontraindiziert. Jedes Überschreiten der persönlichen Grenzen führt zu noch stärkerer Erschöpfung und vertieft den Schaden an den Zellen.

Festgestellt werden kann die Erkrankung durch ein Ausschlussverfahren, die Symptombeschreibung, Blutbilder über Nitrosativen oder Oxidativen Stress, Bestimmung des ATP-Niveaus usw., aber vor allem durch die ,Kartierung', eine manuelle Untersuchung des Patienten auf geschwollene krankhafte Veränderungen der Muskeln. Es stimmt also nicht, wie die Verfasserin schreibt, dass sich das FMS nicht nachweisen lasse.

Der Begriff ,Kartierung' stammt von dem amerikanischen Arzt, Dr. Amand, der Patienten seit über 40 Jahren sehr erfolgreich mit dem überall erhältlichen Baumrindenextrakt Guaifenesin behandelt. Dieses Mittel ist bei richtiger Anwendung nebenwirkungsfrei und kehrt den Krankheitsverlauf um, indem das zu viel eingelagerte Phosphat aus den Nieren wieder ausgeschwemmt wird.

Diese Erkrankung habe ich selbst offensichtlich von Geburt an. Erst gab es nur ein paar aufeinanderfolgende schlechte Tage, dann immer mehr Symptome und ernsthafte Beschwerden und schließlich nach vielen Jahren nur noch schlechte Tage mit ständigen stechenden Schmerzen an Sehnen, Bändern und Muskeln, starker Erschöpfung und einem Symptomkomplex, der das Leben nicht mehr lebenswert machte.

Im Internet Hilfe gefunden

In diversen Arztpraxen wurde mir leider nicht weitergeholfen. Als ich schließlich fast nur noch im Bett liegen konnte, fand ich die Behandlung von Dr. Amand auf den amerikanischen Seiten des Internets.

Inzwischen gibt es über die Therapie, die allerdings sehr langwierig und schwierig ist, auch viele deutsche Seiten, Foren zum Rat und Austausch. Damit ist die Erkrankung nicht heilbar, aber ein besseres Leben möglich.

Ich bin sehr dankbar, dass ich wieder einige wenige Stunden arbeiten gehen und soziale Kontakte pflegen kann. Fibromyalgie ist den Betroffenen oft nicht anzusehen, da sie in den schweren Zeiten keine Verabredungen treffen und nur die wenigen für sie guten Stunden nutzen können. Ich habe diesen Artikel geschrieben, um anderen Betroffenen zu helfen und Verständnis bei deren Angehörigen und bei den Lesern zu wecken."

Zum Thema:
Die Autorin des Leserbriefes empfiehlt Betroffenen folgende weitere Informationsquellen:Dr. Wolfram Kersten: FibromyalgiesyndromDagota, Latz: Fibromyalgie, Fragen- und Antwortenkatalog, 2012 www.guaifenesin.de fibromyalgie-guaifenesin-forum.de www.contra-dem-schmerz.de