Unterstützt wird die Veranstaltung von der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“. Anlässlich des 200. Geburtstages von Franz Liszt (geb. 22. Oktober 1811) erklingen seine „Missa Choralis“ und andere Werke der Romantik, dargeboten vom Berliner Vokalkreis und Stefan Kießling (Orgel) unter Leitung von Johannes Raudszus.

Franz Liszt (1811-1886) wird leider oft zu einseitig als „Tastenhengst“ oder „Salonlöwe“ abgetan, als ob seine Neuerungen für die Behandlung des Klaviers eine Selbstverständlichkeit wären. Doch in Wahrheit war Liszt noch vieles mehr. Seine geistliche Chormusik offenbart ihn als Klangmystiker und -zauberer, dessen Behandlung traditioneller liturgischer Texte eine tiefe Frömmigkeit verraten. Alles effekthascherische äußerliche Virtuosentum fällt hier von ihm ab. Die „Missa Choralis“ des „frommen Revolutionärs“ Liszt entstand Anfang 1865 in Rom, wo der Komponist sich auf den Empfang der Niederen Weihen vorbereitete. Der Berliner Vokalkreis ergänzt die „Missa Choralis“ in seinem Konzertprogramm mit anderen kirchenmusikalischen Werken Liszts, die verschiedene Facetten seines immer anrührenden, oft ganz intimen und andächtig stillen Stils vorstellen. Der Berliner Vokalkreis besteht aus etwa 25 Sängerinnen und Sängern, die einen erheblichen Teil ihrer Freizeit der Chorarbeit widmen. Mit a-cappella-Programmen oder mit Begleitung kleiner Instrumentalensembles gestaltet er jährlich über ein Dutzend Konzerte in Berlin, Brandenburg und anderen Bundesländern. Der Berliner Vokalkreis wird von dem Kirchenmusiker Johannes Raudszus geleitet, der an der Ev. Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale studierte. An der Orgel ist Stefan Kießling zu hören, der neben einer Assistenz an der Thomaskirche Leipzig als freischaffender Konzertorganist im In- und Ausland tätig ist.