(pm/ten) Die Kunstsammlung Lausitz am Senftenberger Museumsstandort des Landkreises Oberspreewald-Lausitz kann sich über einen berühmten Neuzugang freuen. Der Maler und Grafiker Klaus Zylla hat dem Museum sein farbgewaltiges Porträt der arabischen Gefährtin des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau geschenkt. In stolzer Pose porträtierte der Maler die junge Frau, die unter dem Namen „Machbuba“ berühmt geworden ist. Exotik und die Faszination der weiten Welt prägen die Themenvielfalt in Zyllas Arbeiten. Mit dem 2009 entstandenen Bild „Machbuba“ erweitert nun, neben einer Reihe von Druckgraphiken und Tempera-Arbeiten, das dritte Gemälde des Künstlers den Bestand der Kunstsammlung. Das Bild ist in den kommenden Monaten als Teil der Dauerausstellung in Senftenberg zu sehen.

Der aus Gaglow bei Cottbus stammende und in Berlin lebende Künstler Klaus Zylla hat sich mit Gemälden, Grafiken und Künstlerbüchern immer wieder mit der schillernden Persönlichkeit des Fürsten Pückler auseinander gesetzt. So auch im Gemälde „Machbuba“, jener jungen arabischen Schönheit, die Pückler während einer Afrika-Reise 1837 auf dem Sklavenmarkt im Kairo erwarb. Sie wurde seine Gefährtin, und er nahm sie mit nach Muskau, wo sie 1840 im Alter von nur etwa 15 Jahren an einer Lungenkrankheit starb. Bei dem Gemälde orientierte sich Zylla an einer zeitgenössischen Darstellung des Mädchens, die dort in einem orientalischen Kostüm zu sehen ist. In einem kräftigen Blau-Gelb-Klang und individueller Formensprache zeigt Zylla das dunkelhäutige Mädchen in stolzer Pose.

Das Bild wurde bereits im Vorjahr im Rahmen einer Personalausstellung Zyllas in Senftenberg gezeigt. Mit der Schenkung hat es nun einen dauerhaften Platz in der Kunstsammlung Lausitz gefunden.