Christoph Dammerboer. Er konnte die Rechtsanwältin Yvonne Vollmer für einen zweistündigen Vortrag in der Region gewinnen.

Yvonne Vollmer wollte die Lücke zwischen Ärzten sowie Pflegern und den Patienten bezüglich sozialrechtlicher Fragen schließen.

Themenschwerpunkte waren die Definition und Gradierung der Schwerbehinderung, Fragen zur Pflege, ein Umriss von Rentenansprüchen und auch Informationen zur Patientenverfügung, zur Vorsorgevollmacht und zur Betreuungsverfügung.

Die Lübecker Anwältin führte in ihrem Vortrag verständlich durch das komplizierte System möglicher Leistungen und Rechte chronisch kranker Patienten. "Das Verstehen dieses Systems ist bedeutsam dafür, eigene Anliegen deutlich machen zu können", betonte sie. Eine Behinderung könne man einer Person in den meisten Fällen nicht ansehen, deshalb sei es wichtig, die verschiedenen Gradierungen zu kennen. Viele Besucher des Vortrages waren überrascht von den zahlreichen regionalen Bezügen der Lübecker Anwältin. So wurde auch Informationsmaterial zu den Themenschwerpunkten des Vortrages mit Ansprechpartnern in und um Herzberg bereitgestellt.

"Man kann im Alter nicht mehr alles allein machen und braucht Hilfe, um seine eigenen Rechte zu verstehen", sagt die Besucherin Marianne Neugebauer aus Herzberg. Deshalb seien besonders Vollmers Erläuterungen der verschiedenen Merkzeichen auf dem Schwerbehindertenausweis hilfreich gewesen.

Helga Berchner, ebenfalls unter den Zuhörern im Bürgerzentrum meint, dass sie sich ihre Informationen immer im Internet zusammensucht. Bei dem Vortrag habe sie nun endlich das gehört, was sie hören wollte.