Der Defensivmann kommt aus der Juniorenbundesliga-Elf vom FSV Mainz 05, wo er sogar Kapitän war und dort bereits durch die Schule des erfolgreichen Bundesliga-Trainers Thomas Tuchel gegangen ist. Im RUNDSCHAU-Interview nennt Filip Kusic die Beweggründe für seinen Wechsel in die Lausitz und zu U 19-Coach Daniel Meyer.

Filip, vom Erstligaverein Mainz 05 herunter in die Provinz, noch dazu in die tiefere Regionalliga. Es müssen schon triftige Gründe sein, einen solchen "Abstieg" zu vollziehen. Können Sie Ihre Beweggründe darlegen?
Ich kann es ganz klar und ehrlich sagen: Mir haben hier in Cottbus die Bedingungen einfach viel besser gefallen. So tolle Trainingsbedingungen sind wirklich selten. Ich hatte mir das zuvor schon mal alles in Ruhe angesehen und war vom Konzept, aber auch vom gesamten Umfeld angetan, sodass ich diesen Schritt jetzt im Sommer gemacht habe.

Als ehemaliger Kapitän einer Mainzer A-Jugend-Bundesligamannschaft kann man doch sicher nur ein einziges großes Ziel haben. Oder sehen wir das falsch?
Also ich habe mehrere Ziele. Erst einmal will ich freilich mit Energies Junioren zurückzukehren in die Bundesliga. Dafür werden wir alles tun. Aber ich habe für mich persönlich noch ein fast wichtigeres Ziel. Ich möchte hier gern Profi werden.

Auf welcher Position soll das gelingen?
Also ich bin Innenverteidiger und auf der Position habe ich wohl auch meine großen Stärken. Natürlich sehe ich auch, dass es derzeit schon die Formel zwei aus fünf gibt. Fünf Spieler bevorzugen die Innendeckung, zwei aber können nur spielen. Aber ich nehme den Kampf an, und ich habe mir einen Zwei-Jahres-Plan zurechtgelegt. In dieser Zeit soll das dann klappen. Je eher, desto besser.

Wann begann die Laufbahn des Filip Kusic, die in naher Zukunft in der Profi-Liga bei Energie Cottbus ihre Fortsetzung finden soll?
Ich spiele Fußball, solange ich denken kann. Ich bin damals von Augsburg, konkret vom TSV Leitershofen, nach Mainz gezogen. Beim FSV Mainz 05 habe ich dann ab der U 13 gespielt, beispielsweise hatte ich als U 16-Spieler das Fördertraining bei Thomas Tuchel. Darauf bin ich natürlich ziemlich stolz. Und gelernt habe ich bei dem heutigen Bundesliga-Coach der Profis auch eine ganze Menge, wie man sich vorstellen kann.

Mit Filip Kusic sprach

Georg Zielonkowski