Die Gulasch-Suppe von Amsberg Feinkost soll laut Werbeaussage "Hausmacherqualität - nach guter alter Art" bieten. Doch zu finden ist darin Mononatriumglutamat. "Öko-Test" wollte wissen, wie es Hersteller mit der Verbraucherinformation halten, wenn sie ihren Produkten Geschmacksverstärker zusetzen und hat 115 Lebensmittel unter die Lupe genommen.

73 von diesen enthalten Zusatzstoffe wie E 621 (Mononatriumglutamat). Der Stoff, der das China-Restaurant-Syndrom verursacht, sei als mögliches Nervengift umstritten, so die Zeitschrift. Er steckt auch in "Original Pfälzer Blutwurst", "Kräuterlingen zum Streuen" oder "Original Thüringer Rinderrouladen". Glutamat hat nur einen Zweck: Geschmack an Geschmackloses zu bringen. Davon ist auf der Verpackung aber nichts zu lesen, die Produkte werden mit Werbesprüchen wie "Hausmacherqualität" angepriesen.

30 der getesteten Lebensmittel enthalten ausschließlich Hefeextrakt. Alle werden mit Hinweisen beworben wie "ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker" oder "natürlich ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe". Rechtlich ist das nicht zu beanstanden. Hefeextrakt enthält Glutamat, ist aber eine Zutat. "Öko-Test" rät, bei Aussagen wie "ohne künstliche Geschmacksverstärker" zu Misstrauen. Zumeist erhalten die Produkte Ersatzstoffe, die die gleiche Funktion erfüllen. Für Verbraucher ist es aber nicht einfach, diese zu erkennen. Sie verstecken sich oft hinter Begriffen wie "hydrolisiertes, pflanzliches Eiweiß" .