Finsterwalde. Nach einer soliden Ausbildung zum Koch zog die Kunst ihn immer mehr in seinen Bann. Danny Linwerk war Musiker, Grafiker, Herausgeber, probierte sich auf vielen Feldern aus, bis er 2008 den Weg zur freien Malerei fand und seither den Pinsel nicht mehr aus der Hand legen kann. Seit 2011 studiert der 35-Jährige an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Er schaffte es als erster Student, ohne Abitur und ohne den langen Weg von Bewerbungen und Arbeitsmappen an die Hochschule. Seine Herangehensweise, seine Kreativität, sein Spiel mit Formen und Farben überzeugte die Professoren. "Ich mache mir wenig Gedanken über eine Botschaft in meinen Bildern", so Linwerk zur Vernissage. "Für mich ist jedes Bild autonom. Was darin steckt, liegt im Auge des Betrachters." Und doch will er ausloten und polarisiert dabei in seiner Darstellungsweise.

"Was mich richtig interessiert, ist das Verhältnis von Mensch - Natur und wie viel Natur überhaupt noch in uns steckt und ob das nun gut oder schlecht sei." Linwerks Werke sind keine einfache Kost, Formales, Bildhaftes kommt verwischt und verwaschen daher, seine Farben aber schmeicheln dem Auge, haben eine gewisse Leichtigkeit und Frische.

Vernissage "Ein Pferd ist kein Gemälde", Samstag, 19 Uhr, Finsterwalder Galerie "Grenouille", in der Langen Straße 22.