Unter dem Titel "Der Bildhauer Jürgen von Woyski - ein Lebensbild" werden rund 150 Plastiken aus Bronze, Keramik und Stein sowie Bilder und Grafiken gezeigt.Dabei handelt es sich vor allem um Arbeiten aus den Beständen der 1998 gegründeten Jürgen-von-Woyski-Stiftung in Hoyerswerda, ergänzt mit Leihgaben der Familie. Zu den Arbeiten gehören auch Bilder, die Jürgen von Woyski anlässlich von Studienreisen in Belorussland, Griechenland, Indien, Jugoslawien und an der Ostsee schuf. Das bedeutendste Kunstwerk, welches ab Donnerstag in der Kraftwerksgalerie zu sehen sein wird, ist das 1964 gestaltete Bronzerelief "Der Weg nach Madras". In der Öffentlichkeit ist es erstmals zu sehen.In den Händen der Familie liegt auch das langfristig erarbeitete Ausstellungskonzept. Es lehnt sich an den Zweck der Stiftung an, der darin besteht, "die Förderung der bildenden Kunst und die Präsentation des künstlerischen Werkes Jürgen von Woyskis in der ständigen Ausstellung im Schloss Hoyerswerda und in Leihausstellungen, sowie die Pflege und Erhaltung der baugebundenen Arbeiten im öffentlichen Raum zu wahren"."Die Ausstellungen in der ‚Galerie im Kraftwerk' haben immer ein hohes und repräsentatives Niveau", sagte Angret Gläsel, die Vorsitzende der Jürgen-von-Woyski-Stiftung am vergangenen Samstag, als die Ausstellung in allen drei Etagen des Foyers aufgebaut wurde. "Wir sehen als Energieunternehmen besonders den regionalen Bezug zu Hoyerswerda und das daraus verbundene künstlerische Schaffen Jürgen von Woyskis", so Kerstin Schilling, Mitarbeiterin Öffentlichkeitsarbeit im Kraftwerk Schwarze Pumpe.Bettina Klink von Woyski, die älteste Tochter des Bildhauers, ergänzte, dass ihr Vater nach dem Studium von 1956 bis 1998 sein ganzes Arbeitsleben in Hoyerswerda verbrachte und dort die meisten seiner Werke hinterließ. Dafür wurde ihm 1998 auch die Ehrenbürgerschaft der Stadt verliehen. Anlässlich der Ausstellung im Vattenfall-Kraftwerk und des zehnten Todestages Jürgen von Woyskis erscheint ein Katalog mit zahlreichen Farbabbildungen und Texten über das vielfältige künstlerische Werk des Bildhauers und Malers.Herausgegeben wird er von der Stiftung, erscheint allerdings erst im zweiten Halbjahr 2010. "Mit dieser Publikation, die den im Stadtmuseum Hoyerswerda aufbewahrten Stiftungsbestand, es sind insgesamt 117 Werke, vollständig verzeichnet, geht postum ein Wunsch des Künstlers in Erfüllung", war von Angret Gläsel zu erfahren. Gefördert wird die Herausgabe des Kataloges von Sponsoren. Die Familie Jürgen von Woyskis unterstützt die Herstellung dieser Publikation durch die Übernahme der grafischen Gestaltung, sämtlicher fotografischer Aufnahmen und der redaktionellen Bearbeitung.Zur Ausstellungseröffnung sind zahlreiche Gäste des öffentlichen Lebens aus Hoyerswerda und Spremberg eingeladen, alle Stiftungsmitglieder und die Sponsoren. Eröffnet wird die Ausstellung von Dr. Hartmuth Zeiß, Vattenfall-Vorstand Bergbau, die Laudatio hält die Kunsthistorikerin Dr. Jördis Lademann aus Dresden. Die Ausstellung wird heute eröffnet und ist bis zum 6. September zu sehen.