Ausgangssituation: „Lübbenau ist mit einer super Leistung in die Saison gestartet“, zollt Weilmünster den Spreewäldern Respekt. Mit sieben Siegen aus den ersten sieben Spielen habe niemand beim Oberliga-Aufsteiger gerechnet – im Gegensatz zum LHC. „Die Siegesserie ist keine Überraschung. Das Team ist klarer Aufstiegskandidat.“ Alle Cottbuser verfügten über eine grundsolide Ausbildung und seien technisch sehr stark.

Torwart: Lübbenau und Cottbus verfügten über junge Torhüter, die im bisherigen Saisonverlauf voll überzeugt haben. „Hier sehe ich beide Mannschaften gleich stark“, sagt Weilmünster.

Abwehr: „Der Rückraum mit Robert Takev ist die Stärke des LHC, während Lübbenau in diesem Bereich noch anfällig ist.“

Angriff: Hier sieht Weilmünster die TSG leicht im Vorteil: „Vor allem das Trio Christoph Wilde, Sebastian Schultz und René Sewald ist brandgefährlich und kennt sich bereits seit der Jugend.“ Die Lübbenauer Angreifer seien schwer auszurechnen. „Für den LHC sprechen das sehr gute Konterspiel und die Schnelligkeit der Stürmer.

Kreisläufer: Kaum Unterschiede erwartet der Experte auf dieser Position: „Die Lübbenauer Matthias Drannaschk, Marian Siebert und Stefan Richter dürften den LHC-Kreisspielern Matthias Henow und Robert Michling in nichts nachstehen.“

Spielsystem: Weilmünster ist gespannt, welches Team dem Spiel am besten seinen Stempel aufdrücken kann. „Beide Mannschaften verfügen über Standardspielzüge, die im bisherigen Saisonverlauf sehr gut funktioniert haben.“ Er glaubt aber, dass die LHC-Spieler über leichte Vorteile bei der Schnelligkeit und im konditionellen Bereich verfügen.

Zuschauer: „Ein klarer Vorteil für Lübbenau“, sagt der Handball-Fachmann. In der kleinen Halle gebe es immer eine besondere Stimmung. „Die Zuschauer sitzen direkt am Spielfeldrand und sind extrem lautstark“, weiß Weilmünster aus eigener Erfahrung. Daran müssten sich die jungen Spieler des LHC erst einmal gewöhnen.

Fazit: Einen Favoriten hat RUNDSCHAU-Experte Kai-Uwe Weilmünster vor dem Derby nicht ausgemacht. „Die Chancen stehen 50:50.“ Letztlich werde die Tagesform entscheiden.

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Zum ThemaAm Freitag, 4. November, findet an der Lausitzer Sportschule in Cottbus der Tag der offenen Tür statt. Besonders die Schüler der 6. Klassen und deren Eltern können Schule, Haus der Athleten und Sportanlagen besichtigen. Die Handballabteilung führt von 17 bis 19 Uhr die erste Sichtung für das kommende Schuljahr durch. Die sportliche Ausbildung der Handballer wird in Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Brandenburg und dem Landesstützpunkt Handball gesichert. Die Lehrer-Trainer Diane Brucke und Peter Melzer leiten das Training und wollen möglichst vielen Sportlern den Weg in die Jugendnationalmannschaft und die Bundesliga ebnen. Mehr Infos: www.sportschule-cottbus.de pm/jag