Aussichtsreiche Betriebsübergaben scheitern vielfach an zu hohen finanziellen Erwartungen der Altinhaber. Weitere Probleme verursachen Belastungen durch Erbschafts- bzw. Schenkungssteuern, technische Auflagen, fehlende Trennung von Betriebs- und Privaträumen sowie umfangreiche rechtliche Verpflichtungen, etwa zur uneingeschränkten Übernahme aller Mitarbeiter.

Die Unterstützung bei der Planung der Nachfolge durch Handwerkskammern und Fachverbände des Handwerks ist für Betriebsinhaber effektiv. Kaum ein unternehmerischer Prozess ist schließlich so vielschichtig wie eine Unternehmensübergabe. Selbst bei einem familieninternen Generationswechsel muss die Übergabe mit Bedacht und in kleinen Schritten erfolgen. Nur so können Probleme bis hin zum Vertrauensverlust bei den Kunden oder Akzeptanzverweigerung bei den Mitarbeitern verhindert werden. Die Beratungsangebote der Handwerksorganisationen schließen auch Informationsveranstaltungen ein, um das Interesse an der Selbstständigkeit sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Unternehmens zu wecken und damit das Potenzial an Gründungswilligen zu sichern. Dabei rücken Frauen als potenzielle Unternehmensgründerinnen immer stärker in den Fokus. Eine interaktive Roadshow mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) richtet sich gezielt an junge Frauen, um die zu ermutigen, den Weg in eine unternehmerische Selbstständigkeit im Handwerk einzuschlagen.