Frank Eisersdorf, das Blechbläserquartett Dresden wurde 1994 gegründet und spielt seit dem in fast unveränderter Besetzung mit zwei Trompetern und zwei Posaunisten. Warum haben Sie es nie mit Tenorhorn oder Tuba in Ihrem Kammermusikensemble versucht?

Unserer Meinung nach passen zu so einer kleinen Besetzung, wie wir sie haben, diese anderen Instrumente nicht dazu. Beispielsweise müsste man sicher bei Verwendung einer Tuba auf fünf oder noch mehr Musiker aufstocken.

Werke berühmter Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart gehören ebenso zu Ihrem Repertoire wie Werke mit Orgel von Georg Philipp Telemann, Eugène Gigout und Louis Vierne. Haben

Sie unter diesen Komponisten einen, dessen Werke Sie besonders gern spielen?

Ja, unser absoluter Favorit ist Johann Sebastian Bach. Bei Konzerten mit Orgel lieben wir die französischen Romantiker, beispielsweise die großen Orgelwerke von Eugéne Gigout.

Sie kommen zum ersten Mal zum Lübbener Winterkonzert in den Spreewald und präsentieren „Weihnachtliche Bläsermusik“. Was erwartet die Konzertbesucher?

Wir haben für unsere Weihnachtskonzerte in diesem Jahr extra wieder ein Programm zuzammengestellt. So werden wir unter anderem die Suite aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel spielen. Und natürlich haben wir auch einige Stücke von Johann Sebastian Bach dabei, unter anderem das von ihm vertonte Weihnachtslied „Brich an du schönes Morgenlicht“.

Warum sind Weihnachtskonzerte immer ganz besondere Konzerte?

Ich glaube, dass die Zuhörer bei Weihnachtskonzerten in einer besinnlichen und friedlichen Stimmung sind. Das macht es so besonders.

Wo möchten Sie gern einmal ein Konzert geben?

Das ist nicht so leicht zu beantworten, denn die Liste unserer Wünsche ist sehr lang. Aber wir haben ja noch einige Jahre vor uns.

Blechblasinstrumente sollten immer schön glänzen. Wie oft putzen Sie Ihre Trompeten und Posaunen?

Die meisten unserer Instrumente sind lackiert, da muss man nicht so viel tun. Trotzdem putzen wir natürlich nach Bedarf – meist so einmal im Monat.

Warum gibt es im Vergleich zu Pianisten und Geigern nur wenige Trompeter oder Posaunisten, die auch international erfolgreich sind?

Die musikalische Ausbildung ist sehr stark auf Orchestermusik ausgerichtet. Für eine solistische Tätigkeit muss man auf allen Instrumenten weit überdurchschnittlich sein. Außerdem ist die Sololiteratur für Geige und Klavier viel umfangreicher als für Bläser.

Mit Frank Eisersdorf sprach

Thomas Seifert

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Zum ThemaWeihnachtliche Bläsermusik präsentieren am Samstag, 3. Dezember, die Musiker des Blechbläserquartetts Dresden. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Wappensaal des Schlosses Lübben.