„Alaska Feeling“ pur haben Hunderte Besucher am Wochenende in der Spremberger Ratsheide erlebt, wo beim Schlittenrennen mehr als 500 Hunde ihr Bestes gaben.

Hundefreunde reisten mit insgesamt 80 Wohnwagen an. Die Besucher hatten im „Musher“-Lager, bei den Lenkern der Gespanne, die Möglichkeit, Sibirian Huskys sowie Alaskan-Malamute zu streicheln.

Sportliches Geschick zeigten die „Musher“ mit ihren Vierbeinern auf der Sechs-Kilometer-Strecke, die sehr anspruchsvoll ist. „Bei der Vorbereitung wird die Strecke mit ihren Besonderheiten besprochen. Denn unsere Strecke hat sehr viele Kurven und kurz vor dem Ziel ein Gefälle von zwölf Prozent“, sagte Hundesportler Erhard Feickert aus Spremberg.

Mit viel Fachwissen übernahm Gisbert Hiller vom Schlittenhundeverein Sachsen die Moderation. Ein großer Hingucker für die Besucher waren die Zehner-Gespanne, die die „Musher“ voll im Griff hatten. Auch das Kinderrennen mit 22 Startern fand große Resonanz.

„Schlittenhundesport ist ein fantastisches Hobby. Ich habe elf Hunde und fahre mit sechs beziehungsweise vier Hunden. Seit neun Jahren bin ich bei Rennen dabei, sechs bis acht Rennen in der Saison“, so der 54-jährige Andreas Pech. Als Höhepunkt gönne er sich mit seiner Frau Ines jedes Jahr einen dreiwöchigen Winterurlaub in Schweden. „Dort reisen wir mit zwei Schlitten und allen Hunden an“, erzählte er.

Uwe Baldermann aus Krieschow fuhr mit einem Zweier-Gespann und kann sich ein schöneres Hobby nicht vorstellen: „Meinen ersten Hund hatte ich 2001. Ich habe fünf Hunde und fahre seit 2005 Rennen. Sieben bis acht Mal bin ich schon in der kalten Jahreszeit mit den Vierbeinern unterwegs. Kühle Temperaturen sind für die Tiere wichtig“, erklärte der 47-jährige Kriminaltechniker.

Mit den Temperaturen hatten die Organisatoren des Lausitzer Sportvereins reinrassiger Schlittenhunde Glück. „Denn steigen die Temperaturen über 15 Grad, dürfen die Rennen nicht stattfinden.

Die Tiere lieben Minusgrade“, so Christina Domula, die ebenfalls mit ihrem Mann Erhard seit 15 Jahren zwei Huskys besitzt.

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Zum ThemaErfolgreichster „Musher“ der Region war der Zahnarzt Andreas Pech aus Guben. Er belegte in der Kategorie mit sechs Sibirian Huskys Platz vier. Uwe Baldermann aus Krieschow ging mit zwei Sibirian Huskys an den Start und konnte in seiner Kategorie Platz sieben verbuchen. Gastgeber und Vorsitzender des Lausitzer Sportvereins reinrassiger Schlittenhunde, Erhard Feickert aus Spremberg, spannte fünf Huskys vor seinen Schlitten und belegte Platz acht.