Die Polizei fahndet nach dem 33 Jahre alte Alexander Moschkau, der sich wahrscheinlich im Raum Berlin-Brandenburg aufhalte, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Görlitz mit. Er sei dringend verdächtig, die Frau am Sonntagabend in ihrer Bautzener Wohnung getötet zu haben. Seitdem sei er auf der Flucht. Mit dem gemeinsamen 18 Monate alten Kind war er den Angaben zufolge nach der Tat im Auto nach Brandenburg geflüchtet. Eine Bekannte in Berlin, die Moschkau während der Flucht über die Tat informierte, verständigte die Polizei. Diese stellte den Wagen kurz darauf am Rastplatz Berstetal an der A 13 bei Lübben (Spreewald).

Das oberste Ziel sei gewesen, das Kind außer Gefahr zu bringen, sagte ein Polizeisprecher in Cottbus. Der 33-Jährige flüchtete vom Rastplatz aus zu Fuß weiter. Das Kind ließ er im Auto zurück. Es sei in medizinischer Obhut und es gehe ihm gut, sagte ein Polizeisprecher in Görlitz.

Bei der Suche nach dem Verdächtigen werden nach Angaben der Cottbuser Polizei Einsatzkräfte von Bereitschaftspolizei und Landeskriminalamt sowie Hubschrauber und Hunde eingesetzt. Gesucht werden zudem Zeugen, die Moschkau seit Sonntagabend gesehen haben oder im Bereich des Rastplatzes beziehungsweise im Raum Lübben Anhalter mitgenommen haben. Auch werde das Umfeld des Gesuchten und der Getöteten befragt. Zum Tathergang machte der Görlitzer Polizeisprecher aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben. Die Ergebnisse der Obduktion lägen zudem noch nicht vor. Alexander Moschkau ist nach Angaben des Bautzener Staatsanwalts Christopher Gerhardi mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Vergewaltigung. Er habe eine vierjährige Haftstrafe abgesessen. Medienberichte, dass Moschkau schon in der Vergangenheit gegenüber seiner Freundin gewalttätig geworden sei, bestätigte Gerhardi nicht, er schloss aber nicht aus, dass es Anzeigen gegeben habe.

Hinweise bitte an die Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien unter Tel. 03581/46 82 24 oder an jede andere Dienstelle.