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Remscheid
2000 Besucher beim Premierenfeuer

Exklusiv | Remscheid. Erstmals wurde das Osterfeuer im Bachtal entzündet. Trotz Schwierigkeiten mit der Infrastruktur waren alle zufrieden. Cristina Segovia-Buendía

Erstmals wurde das Osterfeuer im Bachtal entzündet. Trotz Schwierigkeiten mit der Infrastruktur waren alle zufrieden.

Deutlich mehr Gäste als sonst zog es am Samstagabend ins Lenneper Bachtal, wo der Verkehrs- und Förderverein zum alljährlichen Osterfeuer eingeladen hatte. Wegen der Baustelle für das DOC-Parkhaus musste der Verein, der sonst immer auf dem Kirmesplatz sein Feuer entzündet hatte, mit seiner Traditionsveranstaltung umziehen, 400 Meter weiter, ins Bachtal.

Das Wetter blieb trotz gegenteiliger Prognosen trocken, und kurz vor 20 Uhr hatten sich gut 2000 Menschen, darunter auch viele Kinder in Gummistiefeln, rund um die Feuerstelle versammelt. Während die Band "Reunion" von der BM-Bühne aus für Stimmung sorgte, die Pfadfinder mit den Kindern Stockbrot backten und sich Gäste noch mit Getränken und Grillwürstchen eindeckten, schritt Vereinschef Klaus Kreutzer mit ernster Miene um den aufgetürmten Holzhaufen. Sein Feuer sorgte zunächst nur für Qualm. "Das ist gar nicht so einfach", sagte Kreutzer, das aufgeschichtete Holz fest im Blick. Das Osterfeuer fiel in diesem Jahr, aufgrund der neuen Lokalität und der damit verbundenen Auflagen, deutlich kleiner aus, vier Meter im Durchmesser. "Das ist nicht so einfach, weil der Boden durch den anhaltenden Regen der letzten Tage extrem feucht ist. Außerdem dürfen wir auch keine Brandbeschleuniger benutzen." Es hieß also: abwarten und nachfeuern. Während Kreutzer versuchte, das österliche Feuer zu entfachen, schauten die Besucher zu und erfreuten sich der guten Stimmung. "Ich finde es grundsätzlich schöner hier im Bachtal", äußerte Besucherin Rosalba Kärst. "Die Parkplatzsituation ist besser und die Kulisse ist auch viel schöner." Dass der Boden durch den Regen der vergangenen Tage außerordentlich matschig war, machte der Lüttringhauserin wenig aus. "Das war ja auf dem Kirmesplatz nicht besser."

Auch die Lenneper Alexander und Jasmin Frank ließen sich das Osterfeuer nicht entgehen: "Weil es die erste Veranstaltung im Jahr ist, wo man wieder draußen ein Bier trinken kann", sagte Alexander Frank. Anlässlich seines Geburtstages waren auch seine Eltern Wilfried und Susanne Frank aus Hessen in die Röntgenstadt gekommen. "Bei uns gibt es auch ein Osterfeuer, das wesentlich größer ist und mit Buche befeuert wird", berichtete Wilfried Frank. "Dafür ist es bei uns aber nicht so gut besucht." Die Umgebung gefiel den Gästen außerordentlich gut.

Auch Kreutzer, der schließlich doch das Feuer zum Lodern brachte, freute sich letztendlich über die große Resonanz. "Wir mussten zwar Notstromaggregate aufstellen, weil die Infrastruktur noch nicht ideal ist, aber zum Glück läuft jetzt alles. Vor allem dank der 20 Helfer die hier drei Tage lang gearbeitet haben."