Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung und des Verfalls ganzer Quartiere bekam die historische Innenstadt eine neue Chance, welche bisher gut genutzt wurde. Das Sanierungsgebiet umfasst den historischen Altstadtkern vom Schloss bis etwa zur August-Bebel-Straße sowie die Bereiche der "Fabrikstadt" im Südwesten der Altstadt mit einigen Ausläufern bis hinter die südliche Stadtkernentlastungsstraße Finspangsgatan. Etwa 80 Prozent der Sanierungsziele in der Innenstadt sind erreichet. In den letzten 20 Jahren wurden 19 Straßen und Plätze erneuert. Dabei sind parallel alle Leitungsmedien erneuert worden. Fünf öffentliche Gebäude, darunter das Schloss sowie 200 private Gebäude, erfuhren eine Sanierung. 90 Gebäude wurden, meist in Baulücken, neu errichtet.

Insgesamt werden bis zum Ende der Sanierungsmaßnahmen 19 Millionen Euro Städtebaufördermittel aus dem Stadterneuerungsprogramm, ergänzt durch 3,1 Millionen Euro EU-Fördermittel sowie Mittel aus dem Stadtumbauprogramm, in das Sanierungsgebiet fließen. Darin steckt ein kommunaler Mitleistungsanteil von etwa sechs Millionen Euro, der dank dem Votum der Stadtverordneten auch immer im Haushalt beschlossen wurde.

Mit jedem Förder-Euro sind etwa acht Euro private oder Unternehmensinvestitionen ausgelöst worden. Das heißt, es verbindet sich mit diesen Sanierungsarbeiten auch positive Effekte für regionale Unternehmen und Arbeitskräfte.

Als Gäste des Stadtrundganges begrüßte Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) neben den Stadtverordneten, auch Renè Junker von der Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde. Das Unternehmen besitzt verschiedene Objekte im Sanierungsgebiet und hat mit der Nauendorfer Straße 4 ein beispielhaftes Mehrgenerationenhaus mit begehrtem Wohnraum geschaffen.