Groß war das Echo, denn insgesamt 170 Teilnehmer aus 30 Vereinen haben sich in diesem Jahr an der Drei-Tages-Tour beteiligt. Belohnt wurden sie mit vielen schönen Eindrücken der Lagunenlandschaft und natürlich vom grandiosen Herbstwetter.

„Unsere acht Sportler aus Ungarn sind zwar erst mitten in der Nacht in Cottbus angekommen, weshalb sie am Samstag die lockere Paddeltour nach Burg erst mal weggelassen haben, aber danach hat es ihnen genau wie den anderen Startern bestens gefallen bei unserer Spreewaldtour“, so Chef-Organisator Rolf Sturtz. Er hat bei der Vorbereitung der touristischen Routen an bewährtem festgehalten. Weshalb er beim „legen der Fährte“ einen respektablen Abstand von den touristischen Ballungsgebieten gehalten hat. „Trotzdem gab es – wohl auch aufgrund des Superwetters – dann und wann einige Begegnungen mit den typischen Spreewaldkähnen, was uns aber nicht sonderlich behindert hat“, so die Einschätzung der Verantwortlichen.

Der erste der drei touristischen Wettbewerbe gehörte dem Kennenlernen der Gegend. Von der Spreewehrmühle aus ging es über die Mittagsstation Maiberg bis hinein nach Burg. Die Schwierigkeit war hier, die Boote etwas häufiger an den Sol-Schwellen herumzutragen. Aber die Teilnehmer aus Sachsen, aus dem Berliner Raum, aber auch die aus dem Rheinland und Kiel erledigten dies klaglos. Astrid Uxa vom Kanu- und Kleinsegelverein Schwerin, wie schon im Vorjahr auch 2011 Siegerin bei der Spreewald-Orientierungsfahrt, liebt diese Gegend, weshalb sie nun schon zum 18. Mal dabei war. „Diese Atmosphäre ist fast schon als himmlisch zu bezeichnen. Auch die Leute hier haben alle so eine innere Ruhe – das passt so richtig gut zu unserem auch beschaulichen Sport“ so die Mecklenburgerin.

Etwas mehr Hektik haben die Bootsbesatzungen dann allerdings am Sonntag verbreitet. Ging es doch darum, in möglichst kurzer Zeit, die 13 Kontrollpunkte anzufahren, um dort die Tourenkarte zu lochen.

„Wir haben auf dieser 20-km-Rundtour einige Stellen markiert, die nicht so leicht zu finden sind, oft auch nur im zweiten Anlauf“, so Rolf Sturtz zum Anspruch der Tour. An einem Kontrollpunkt wurde für jedes Boot eine Tüte Gurken gereicht. Einerseits zum sofortigen Probieren, doch musste eine Gurke noch am Ziel vorgezeigt werden, zum Nachweis des Anfahrens auch dieser Station. Die Teamwertung hat in diesem Jahr die Schweriner gewonnen, wofür es eine spreewaldtypischen Schnitzarbeit, sowie zehn Kilo Gurken als Preise gab. Platz zwei ging an das Team aus Neubrandenburg vor den Startern aus Erkner.

Den größten Preis aber hatte sich auch bei der „40.“ die kleine Schar der sieben Organisatoren des ESV Lokomotive verdient. Bärbel und Manfred Müller waren während der Vorbereitungsphase beim Blick in ihren Kalender zwar zunächst etwas enttäuscht. Aus Liebe zu ihrem Kanu-Verein verzichteten die Dauerkartenbesitzer dann aber doch auf das Energie-Spiel gegen St. Pauli.