107 Millimeter Regen fielen am Samstagabend zwischen 20 und 21 Uhr in Cannes - so viel wie sonst in fast einem Monat. Eine riesige Flutwelle riss auf der Straße geparkte Autos mit und spülte sie ins Meer. "Es wird mehrere Monate dauern, bis Cannes wieder sein altes Gesicht hat und die Schäden dieser Albtraum-Nacht repariert sind", sagte David Lisnard.

Insgesamt 16 Todesopfer und vier Vermisste zählte die Präfektur am Sonntagnachmittag in der Urlaubsregion zwischen Nizza und Cannes. Am stärksten betroffen war Mandelieu-la-Napoule, neun Kilometer westlich von Cannes. Dort starben sieben Menschen, als sie ihre Autos vor den Fluten aus der Tiefgarage zweier Wohnanlagen retten wollten. Bürgermeister Henri Leroy befürchtet in der Garage noch weitere Opfer, da die Rettungskräfte im trüben Wasser möglicherweise noch nicht alle Toten finden konnten.

70 000 Menschen waren zeitweise ohne Strom, die französische Staatsbahn stellte den Verkehr zwischen Nizza und Toulon ein. "Wir haben eine Apokalypse durchlebt, wie wir sie noch nicht gekannt haben", so der Abgeordnete Eric Ciotti.