Seit Mittwoch seien etwa 1500 Urlauber in der Region gestrandet, darunter Deutsche, Briten und US-Bürger. Alle Hotels seien ausgebucht. „Den Hotels geht das Essen aus. Hunderte Menschen wohnen in Zelten“, fügte Kharel hinzu. Nach Angaben des Flughafendirektors soll sich der Nebel bis Sonntag lichten.

Klinik untersucht Mitarbeiter auf Keime

Die Bremer Klinik forscht nach dem Tod von drei Frühchen mit Hochdruck nach dem gefährlichen Erreger. Am Freitag mussten alle Mitarbeiter der betroffenen Station eine Stuhlprobe abgeben. Das Ergebnis werde in einigen Tagen vorliegen, sagte die Pressesprecherin des Klinikverbundes Gesundheit Nord, Andrea Theil. Drei Experten vom Robert-Koch-Institut durchforsten seit Donnerstag die Krankenakten der infizierten Neugeborenen, um den Auslöser der Infektionswelle im Klinikum Bremen-Mitte zu finden.

Mehrere Säuglinge, bei denen ein Speziallabor dieselbe Mutation des multiresistenten Bakteriums nachgewiesen hat, sollen in den nächsten Tagen auf eine eigens dafür eingerichtete Abteilung verlegt werden.

Anklage fordert Haft für Vater von Boxerin

Der Vater der mehrfachen Box-Weltmeisterin Rola El-Halabi soll die Schüsse auf seine Tochter mit mehreren Jahren Haft büßen. Sechs Jahre und zehn Monate Gefängnis forderte Oberstaatsanwalt Ralph Knispel am Freitag vor dem Berliner Landgericht wegen gefährlicher und versuchter schwerer Körperverletzung. Am 1. April 2011 war der Angeklagte in die Kabine der mehrfachen Weltmeisterin im Leichtgewicht in Berlin gestürmt. Er feuerte vier Schüsse auf die Tochter ab. Das Urteil vor dem Berliner Landgericht wird am 14. November erwartet. “Der 44-Jährige wollte El-Halabi so treffen, dass sie nie wieder boxen kann“, sagte Ankläger Knispel. Der Staatsanwalt gab sich überzeugt, dass sich der in Kuwait geborene Goldschmied gedemütigt fühlte. Rola El-Halabi hatte sich in einen Mann verliebt und den Vater als Manager entlassen.

Mehrere Tote bei Unwetter in Norditalien

Erneut sind im Nordwesten Italiens mehrere Menschen durch schwere Unwetter und Überschwemmungen ums Leben gekommen. In Genua traten gleich mehrere Flüsse über die Ufer, einige Stadtviertel standen nach starken Regenfällen unter Wasser. In der ligurischen Metropole seien mindestens zwei Frauen und zwei Kinder umgekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Nach mindestens vier Menschen suchten die Rettungsmannschaften am Fluss Ferreggiano in Genua noch.