Die Rauchsäule nahe Graustein war am Samstag gegen 16 Uhr von Weitem zu sehen. Hinter dem Umspannwerk Graustein standen rund 15 Hektar Wald in Flammen. Ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten aus dem Landkreis Spree-Neiße, der Stadt Cottbus und dem benachbarten Landkreis Görlitz wurde alarmiert. Unwegsames Gelände und vor allem kein Löschwasserteich in unmittelbarer Nähe waren die Schwierigkeiten bei dem Einsatz. "Anfangs war gar nicht genau zu erkennen, bis wohin das Feuer überhaupt reicht", so Tom Fettke, Ortswehrleiter von Spremberg und Einsatzleiter vor Ort.

Ebenfalls draußen waren rund 150 Feuerwehrleute von Cottbus über Forst, Spremberg, Weißwasser bis nach Bärwalde. Vor allem die Tanker wurden rangerufen, um genügend Löschwasser zu haben. Mit 9500 Litern rückte beispielsweise die Feuerwehr Cottbus an. Tanker wie die von Vattenfall und aus Cottbus brachten jeder über 9000 Liter Wasser mit - wichtig in einem Gebiet ohne Löschwasserentnahmestelle.

Spree-Neiße Kreisbrandmeister Wolfhard Kätzmer und Henry Kossack, stellvertretender Kreisbrandmeister Landkreis Görlitz koordinierten die Kameraden: "Mich erinnert der Einsatz an 1988. Auch damals bin ich nach Sicht immer auf die Rauchsäule zugefahren. Heute wieder. Nur jetzt haben wir bessere Technik als damals", sagte Henry Kossack. Für ihn zeigte sich im guten Zusammenspiel auch über Ländergrenzen hinweg, dass der erste Schlag gegen das Feuer sitzen muss. Der Einsatz am Samstag war für ihn demnach ein solches Beispiel.

Polizei ermittelt

Zwischenzeitlich mussten am Samstag die L 87 sowie die B 156 für etwa eine Stunde voll gesperrt werden. Gegen 18 Uhr konnte die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle bringen. Mittlerweile hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Laut Polizeisprecher Ralph Meier ermittelt sie wegen des Verdachts der Brandstiftung.