Eike Belle ist seit September Chefin der Einrichtung und Nachfolgerin von Roland Neumann, der in die Kreisverwaltung wechselte und jetzt Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur, Gesundheit und Soziales des Landkreises ist.

Die Geschäftsführerin informierte die Kreistagsmitglieder darüber, dass die Einrichtung seit Jahresbeginn durch Gesetzesänderungen auf neuen Füßen stehe. Das Job-Center sei eine eigenständige Behörde. Die Trägerversammlung sei paritätisch besetzt mit Vertretern der Kreisverwaltung und der Bundesagentur. Weiterhin gibt es einen funktionierenden Beirat.

Eike Belle wählte für ihren kurzen Bericht die Schwerpunkte Bürgerarbeit, Widerspruchsbearbeitung und Sanktionen aus. Für die Bürgerarbeit wurden nach ihren Informationen für den Landkreis Elbe-Elster 151 Stellen bestätigt. 148 Stellen sind mit Maßnahmen untersetzt und 141 Stellen derzeit personell besetzt. „Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um alle bewilligten Stellen auch zu besetzen“, so die Job-Center-Chefin.

Als positiv hob sie die Entwicklung beim Stand der Bearbeitung von Widersprüchen hervor. Hier hatte das Job-Center Elbe-Elster großen Nachholbedarf. Es sei gelungen, so sagte sie, 90 Prozent der im Job-Center eingegangenen Widersprüche innerhalb von drei Monaten zu bearbeiten.

Im Zusammenhang mit dem Erlassen von Sanktionen erklärte Eike Belle, dass aktuell im Job-Center Elbe-Elster 21,1 Prozent der Leistungsempfänger, gemessen an allen erwerbsfähigen Leistungsempfängern, Sanktionen auferlegt wurden. Der Bundesdurchschnitt liege bei vier Prozent. Man gehe im Job-Center Elbe-Elster sehr umsichtig mit diesem Mittel um. Sanktionen seien gerechtfertigt und würden erlassen, wenn ein Empfänger von Leistungen ohne triftigen Grund ein Arbeitsangebot oder ein Beratungsangebot ablehnt, so die Geschäftsführerin.