Demnach sind bislang rund 106 Millionen Euro an Baukosten für den Streckenabschnitt aufgelaufen. Die Maßnahmen sind allerdings noch nicht ganz abgeschlossen.

Planmäßig zum Fahrplanwechsel im Dezember soll die mögliche Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke auf 160 km/h heraufgesetzt werden. Noch aber wird zurzeit bei Bestensee sehr langsam gefahren. Das sei „eine reine Vorsichtsmaßnahme der DB Netz in Abstimmung mit dem Eisenbahnbundesamt“, heißt es aus dem Verkehrsministerium. „Grund ist eine erst sehr spät erkannte Moorlinse, die zu einer Instabilität des Bahnkörpers geführt hat.“

Der Bahnkörper selbst habe erst kurz vor Inbetriebnahme der Strecke am 3. September stabilisiert werden können. Dieser Abschnitt stehe deshalb unter besonderer Beobachtung. Gleichwohl soll auch dort noch im Oktober die Geschwindigkeit auf 120 km/h erhöht werden. Die reduzierte Fahrtgeschwindigkeit sieht die Landesregierung aber nicht als „vertragsrelevante Minderleistung“ an, geht aus weiteren Antworten auf Fragen Lakenmachers hervor.

Der CDU-Landtagsabgeordnete wollte zudem von Vogelsänger wissen, ob die Landesregierung ausschließen könne, „dass ähnliche Schäden auf anderen Bahnstreckenbereichen zwischen Cottbus und Berlin auftreten können. Vogelsänger dazu: „Die Ertüchtigungsmaßnahmen wurden nach Angaben der DB Netz nach den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt. Ein Baugrundrisiko lässt sich bei einem Projekt dieser Längenausdehnung nicht vollständig ausschließen.“