Das Verfahren musste neu gestartet werden, nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg den bisherigen Plan für nichtig erklärt hatte. Bis zum Juni soll der Teilregionalplan jetzt neu aufgestellt werden.

Dabei setzt die Regionale Planungsgemeinschaft auch neue Kriterien durch. Beispielsweise gelten die 1000 Meter Mindestabstand künftig für alle Arten von Wohnbebauung. Die Unterscheidung zwischen Kernortschaften und Streubesiedlung (bisher gelten hier 800 Meter Mindestabstand) entfällt. Grundlage für den Plan sind auch nicht mehr die bisherigen Flurkarten, sondern ein extra eingekaufter Datensatz, der alle genehmigten Wohnbebauungen registriert. Der Mindestabstand von 500 Metern zu Gewerbegebieten entfällt.

Ausschlusskriterien für Wind-Eignungsgebieten blieben auch weiterhin ausgewiesene Natur- und Tierschutzregionen. Beim Thema Wald orientiert sich die Planungsgemeinschaft an der Landesgesetzgebung. Wald, dem keine Funktion zugewiesen wurde, kann für den Bau von Windanlagen genutzt werden. „Wir versuchen beim Thema Wald eine Lösung zu finden, die allen Belangen gerecht wird“, erklärte Sprembergs Bürgermeister Klaus-Peter Schulze (CDU) als Vorsitzender der entsprechenden Arbeitsgruppe.