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Lokalsport
04/19 löst Pflichtaufgabe souverän

Luka Bosnjak (l., hier im Spiel gegen Hilden) war der gefährlichste Ratinger Spieler auf dem Platz.
Luka Bosnjak (l., hier im Spiel gegen Hilden) war der gefährlichste Ratinger Spieler auf dem Platz.
Exklusiv | Wuppertal. Der Fußball-Oberligist gewinnt beim Vorletzten FSV Vohwinkel 3:0 - der Sieg hätte aber noch deutlich höher ausfallen können. André Schahidi

Der Fußball-Oberligist gewinnt beim Vorletzten FSV Vohwinkel 3:0 - der Sieg hätte aber noch deutlich höher ausfallen können.

Es war ein Tor zum Zungeschnalzen. Luka Bosnjak bekam den Ball am linken Strafraumeck und zog in das Viereck hinein. Legte sich den Ball auf den anderen Fuß und ließ einen Gegenspieler wie eine Slalomstange stehen. Dann schob er sich den Ball wieder auf den rechten - und lupfte die Kugel ganz leicht über den herauseilenden Torwart ins lange Eck. 24 Minuten waren da gespielt zwischen dem FSV Vohwinkel und Ratingen 04/19, als der Außenstürmer der Gäste endlich das 0:1 erzielte.

"Endlich" muss in diesem Zusammenhang gesagt werden. Denn nach 24 Minuten hätte es auch schon gut und gerne drei- oder viermal im Tor des Vorletzten aus Wuppertal klingeln können. Ratingen verwertete seine Chancen an diesem schönen Osternachmittag nur sehr spärlich - und so stand am Ende ein 3:0 (1:0)-Sieg für das Team von Trainer Alfonso del Cueto auf der Habenseite. "Wir hätten schon vor der Pause deutlich führen müssen", sagte Torschütze Bosnjak, dem sein Treffer sichtlich guttat. "Ich hatte schon einige Wochen nicht getroffen, da ist so ein Tor gut für das Selbstvertrauen."

Das zeigte Bosnjak an diesem Nachmittag sowieso häufiger. Der schnelle Außen war einer der besten Spieler auf dem Platz - und war am 0:2 nach der Pause maßgeblich beteiligt. Einen langen Pass leitete er auf Fatih Özbayrak weiter, der bediente den anstürmenden Timo Krampe, der den Ball perfekt ins rechte Eck zirkelte. Den Deckel auf die Partie machte Emrah Cinar. Der eingewechselte Angreifer machte auf der rechten Seite viel Wirbel und belohnte sich mit seinem Tor.

Und doch hätten es deutlich mehr sein müssen. Keine drei Minuten waren gespielt, da zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Orhan Dombayci war gefoult worden. Der Strafstoß von Ismail Cakici glich jedoch mehr einer Rückgabe. Danach spielte der RSV jedoch Powerplay um den Wuppertaler Strafraum. Bosnjak testete Torhüter Asterio Karagiannis früh mit einem Schuss, seinen zweiten Versuch setzte Erkan Ari im Nachschuss knapp neben das Tor.

"Wir haben viel zu viel liegenlassen", sagte Kapitän Mark Zeh. "Nach dem 1:0 kam auch nicht viel. Normalerweise wird sowas gerne mal bestraft." Dafür jedoch war der Gegner, der sich im Abstiegskampf offenbar längst aufgegeben hat, einfach zu schwach. Wuppertal schoss anderthalb mal ansatzweise gefährlich auf das Tor des ansonsten weitgehend arbeitslosen Dennis Raschka. "Ich bin insgesamt aber zufrieden", sagte Trainer del Cueto. "Auch wenn wir das Spiel deutlich früher entscheiden müssen. Der Torwart hat Wuppertal im Spiel gehalten."

Der Coach trauerte nur um seine Ausfälle. Denn zur Halbzeit schied der bis dahin starke Orhan Dombayci verletzt aus. Er muss heute zum Arzt. Auch Carlos Penan, der angeschlagen war, konnte nicht spielen. Er lief sich zwar warm, setzte sich dann aber wieder hin. "Uns fehlen ein paar gute Spieler", betonte del Cueto. "Aber dafür haben wir es trotzdem gut gemacht."

Durch den Sieg rückt der RSV jetzt wieder auf den sechsten Platz vor. Es bleibt in der Oberliga aber entsetzlich eng: Zwischen dem Elften, dem SC West (Ratingens nächster Gegner am kommenden Wochenende) mit 39 Zählern und dem Dritten Schonnebeck mit 46 liegen nur sieben Punkte. Genau in der Mitte liegt der RSV mit 42 Zählern.