Leben mit Parkinson: Wie kann die Medizin helfen, wie der Alltag gelingen?
Parkinson schleicht sich langsam in das Leben der Betroffenen und bleibt oft lange unbemerkt. Die Nervenkrankheit, an der hierzulande etwa 300.000 Menschen leiden, trifft nicht nur Ältere. Jeder Zehnte erkrankt vor seinem vierzigsten Geburtstag. Lesertelefon der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. (dPv) am Mittwoch, den 13. April, 10 bis 17 Uhr.
Dopamin-Mangel und seine Folgen
Rückenschmerzen, ein unsicherer Gang, Riechstörungen oder Depressionen – alle diese Beschwerden können frühe Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung sein. Die Hauptsymptome treten oft erst in einem späteren Krankheitsstadium auf: das Zittern, die Verlangsamung der Bewegungen und die Steifheit der Muskeln. Grund dieser Störungen ist das Absterben der Dopamin bildenden Nervenzellen im Gehirn. Genau hier setzt die medikamentöse Therapie an: Die eingesetzten Wirkstoffe versuchen alle auf unterschiedlichem Wege, den Dopamin-Mangel im Gehirn auszugleichen.
Gut therapiert und nicht allein
Eine frühe Therapie kann sich günstig auf den Krankheitsverlauf auswirken. Bei Beschwerden, die auf eine Parkinson-Erkrankung hindeuten, sollten Betroffene mit dem Gang zum Arzt daher nicht zu lange zögern. Die Therapie sollte individuell auf die vorhandenen Symptome zugeschnitten sein und auch das Lebensalter der Patienten berücksichtigen. Dabei erschöpft sich die Behandlung nicht in der Gabe von Medikamenten: Begleitende Therapien, wie Krankengymnastik und Logopädie, können wichtige Fähigkeiten trainieren, für manche Patienten kommt auch eine Operation infrage. Parkinson ist kein Schicksal, das Patienten und ihre Angehörigen alleine bewältigen müssen. Der Austausch mit anderen Betroffenen, wie ihn die Deutsche Parkinson Vereinigung in ihren Regionalgruppen möglich macht, kann neuen Lebensmut geben.
Sie fragen, Experten antworten: kostenfrei am Telefon
Kann mein Hausarzt die Diagnose „Parkinson“ stellen? Ich bin erst 40 und mein Arzt will mir wegen meines jungen Alters kein Dopamin verschreiben – warum? Seit kurzem bekomme ich in der Apotheke nicht mein übliches Medikament, sondern ein anderes mit dem gleichen Wirkstoff. Das vertrage ich aber schlechter – kann ich darauf bestehen, mein altes Medikament zu erhalten? Kann die Parkinson-Erkrankung auch mit kognitiven Einschränkungen einhergehen – und sind diese behandelbar? Wo finde ich Informationen zu Berufsunfähigkeit und Rehabilitation? Diese und alle weiteren Fragen zu „Parkinson“ beantworten unsere Experten – vertraulich, individuell und mit Sachverstand:
- Prof. Dr. med. Lars Timmermann; Klinik für Neurologie der Universitätsklinik Köln
- RA Friedrich-Wilhelm Mehrhoff; Geschäftsführer der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. (dpv), Neuss
- Dr. med. Sabine Skodda; leitende Oberärztin Neurologische Universitätsklinik Knappschaftskrankenhaus Bochum
- Dr. med. Martin Südmeyer; Klinik für Neurologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
- Dr. med. Lars Wojtecki; Klinik für Neurologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Prof.
- Dr. rer. nat. Christian Franken; Fachapotheker für Arzneimittelinformation und klinische Pharmazie, Aachen
Rufen Sie an! Mittwoch, den 13. April, von 10 bis 17 Uhr. Gebührenfreie Rufnummer 0800 – 0 90 92 90.
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Erstellt am: 07. April 2011, 13:18 Uhr
Geändert am: 14. April 2011, 14:53 Uhr
Autor: pr.nrw
