Sicherheit im weltweiten Außendienst 2
Die Ausweitung des globalen Handels und die stetig wachsende, länderübergreifende Interaktion weltweit operierender Konzerne und mittelständischer Unternehmen ist ein kennzeichnendes Merkmal des 21. Jahrhunderts und der voranschreitenden Globalisierung. So ist es nicht verwunderlich, dass es inzwischen zum Pflichtprogram vieler Führungskräfte in global operierenden Unternehmen geworden ist, eine Station im Ausland zu absolvieren oder ganz dort zu arbeiten. Zudem steigt die Anzahl der ins Ausland expandierenden Unternehmen stetig, was die Entsendung vieler heimischer Mitarbeiter durch den Konzern in das Ausland zur Folge hat.
Die größten Wachstumsmärkte liegen dabei in den sogenannten BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China. Dort erhoffen sich viele Unternehmen durch die Erschließung neuer Märkte und das enorme wirtschaftliche Wachstumspotenzial dieser Länder, eine für die Bilanzen des Konzerns positive Expansion in das weit entfernte Ausland. Doch was die Unternehmen oft nicht beachten, ist die richtige Vorbereitung und Anpassung an die länderspezifischen Gegeben- und Gepflogenheiten. So sind Mitarbeiter, die ins Ausland abkommandiert werden, bei den Konzernen, außerhalb ihres Arbeitsfeldes, oft schlecht vorbereitet. Diese Vorbereitung bezieht sich auf abzuschließende Auslandsversicherungen, prophylaktische Impfungen und Sicherheitsbriefings, sollte es beispielsweise in besonders gefährdete Länder gehen.
Unternehmerische Pflicht zur Vorbereitung
So sind Geschäftsleute, welche im Ausland unterwegs sind, vom Arbeitgeber oftmals nicht ausreichend auf mögliche Gefahren vorbereitet. Für solche Fälle wollen spezielle Dienstleister den Firmen Schutz vor Infektionen, Überfällen oder Bombenanschlägen bieten. Diese fiktiven Szenarien sind in den meisten Fällen wohl etwas übertrieben, allerdings offeriert die Geschäftsreise in exotische oder gefährliche Länder oft ein großes Spektrum an potenziellen Gefahren, welche, aufgrund eines zum Beispiel nicht angepassten Immunsystems, von schweren Erkrankungen bis hin zu Naturkatastrophen reichen können.
Zum Standardprogram der meisten Konzerne gehört eine vorherige Impfung und eine, meist wenig individualisierte, Auslandsversicherung. Mehr prophylaktische Arbeit wird in 90 Prozent der Fälle nicht geleistet. Einige wenige Firmen bieten vorbereitende Seminare an, welche die Mitarbeiter über eventuelle länderspezifische Gefahren aufklären sollen. In den meisten Fällen wird sich aber durch den einzelnen Mitarbeiter allein darauf vorbereitet. Den Konzernen fehlt es schlicht an den geeignet Fähigkeiten und Personal. Es ist ja auch nicht ihr Arbeitsbereich. Aus diesem Grund haben sich einige Firmen auf eine Auslandsvorbereitung von Mitarbeitern global operierender Unternehmen spezialisiert.
Spezielle Dienstleister
So haben sich die in diesem Bereich agierenden Unternehmen ein weltweites Netz von Stationen im krisenbehafteten Ausland aufgebaut, bei welchen im Ausland arbeitende Deutsche medizinische und anderweitige Hilfe in Anspruch nehmen können. Dabei richten sich die angebotenen Leistungen nach den individuellen Wünschen der Kunden und reichen von einer einfachen Aufklärung im Vorfeld des Reiseantritts bis hin zu täglichen Kontrollanrufen und GPS Tracking der Mitarbeiter in besonders gefährdeten Regionen.
Eine solche Dienstleistung umfasst in den allermeisten Fällen folgende Aspekte: Im Vorfeld der Reise werden die Mitarbeiter auf etwaige Gefahren in einem Seminar hingewiesen und ihnen, falls sinnvoll, ausländische Sitten und Gebräuche zur besseren Interaktion mit einheimischen Personen nähergebracht. Es werden für Ausländer sichere Hotels vorgeschlagen, seriöse Taxiunternehmen aufgelistet und die Gefährlichkeit gewisser Stadtbezirke aufgezeigt. Im Ausland selbst wird im Bedarfsfall die Bereitstellung von qualifizierten Fachärzten, die Mobilisierung von allen möglichen Experten oder die Nutzung von privaten Flugzeugen zum Abtransport aus krisenbehafteten Regionen garantiert. Diese Dienstleistung reicht vom betreuten Krankheitsfall bis hin zu Verhandlungen bei Entführungen oder illegalen Festnahmen. Auch das Handwerk des Schmierens von Behörden und anderen Stellen wird in korruptsionsgefährdeten Ländern, in welchen dieses Verhalten Gang und Gebe ist, den Mitarbeitern angeeignet.
Viele dieser Maßnahmen scheinen übertrieben, doch sind sie für gewisse Länder, in denen das Unternehmen aus markttechnischer Hinsicht operieren will, unabdingbar. In vielen anderen Ländern dieser Welt reicht hingegen oft das Abschließen einer auf die speziellen Umstände angepasste Auslandsversicherungen. So lassen sich etwa bei TopTarif Versicherungen vergleichen.
Erstellt am: 18. Januar 2012, 10:49 Uhr
Geändert am: 18. Januar 2012, 10:52 Uhr
Autor:
