27. September 2011, 00:00 Uhr

Neuer erwartet ersten Arbeitstag

FUSSBALL Torhüter trifft mit Bayern München in der Champions-League auf Manchester City

München Reich empfängt Neu-Reich: Bayern-Trainer Heynckes erwartet ein „hochklassiges“ Gigantenduell mit Manchester City. Manuel Neuer glaubt, dass er erstmals im Münchner Tor gefordert wird. Boateng freut sich auf den Ex-Club – Badstuber droht auszufallen.

Jetzt gilt's für die Super-Bayern – selbst Manuel Neuer stellt sich bei der Champions-League-Kraftprobe auf seinen ersten anstrengenden Arbeitstag in München ein. „Manchester City ist ein Knaller, und ich gehe davon aus, dass sie auch mich fordern werden“, sagte der seit 838 Pflichtspielminuten unbezwungene Fußball-Nationaltorhüter des FC Bayern vor dem Giganten duell an diesem Dienstagabend (20.45 Uhr/Sky). Jupp Heynckes versprach Experten und Zuschauern am Montag ein „hochklassiges Spiel“ in der ausverkauften Münchner Arena.

Der Bayern-Trainer zeigte sich nach einem zweitägigen Videostudium „beeindruckt“ vom Tabellenzweiten der englischen Premier League. „Das ist eine absolute europäische Spitzenmannschaft und für uns eine riesige Herausforderung“, erklärte der 66-jährige Coach. Bangemachen gilt aber natürlich nicht beim Bundesliga-Dominator. „Champions League ist eine ganz andere Liga. Aber wir sind gerüstet. Wir haben auch Spieler auf dem Feld, die Respekt einflößen und ein Spiel entscheiden können“, sagte Heynckes.

Ribéry, Gomez oder Müller zum Beispiel – auch Arjen Robben, der als Joker von der Bank kommen könnte. „Es ist wichtig, dass Arjen wieder hergestellt ist. Er kann gegen Manchester ein großer Gewinn sein“, betonte Heynckes.

Die Bayern haben nach dem 2:0-Auftaktsieg in Villarreal eine glänzende Ausgangsposition. ManCity dagegen ist nach dem 1:1 im ersten Gruppenspiel gegen den SSC Neapel „ein bisschen in Zugzwang“, wie Neuer meinte. „Es wäre schön, wenn wir die packen. Dann wären sie fünf Punkte zurück“, betonte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge.

Der Lokalrivale von Manchester United hat in den vergangenen Jahren „mit großem finanziellen Aufwand aufgerüstet“, wie Rummenigge betonte. Mehr als eine halbe Milliarde Euro hat Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan aus Abu Dhabi in Spieler wie Edin Dzeko investiert, der im vergangenen Winter für 35 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg in die Premier League wechselte.

Die Offensivabteilung des Teams von Trainer Roberto Mancini ist neben Dzeko mit weiteren Topspielern wie Sergio Agüero (44,0 Millionen), David Silva (28,75), Samir Nasri (27,5), Carlos Tevez (29,0 Mio) und dem in München gesperrten Mario Balotelli (29,5) hervorragend bestückt. „Die Offensive spielt sehr stark. Es gilt, dass wir dagegen halten“, forderte Jérome Boateng. Für den im Sommer für 13,5 Millionen Euro von ManCity nach München gewechselten Innenverteidiger ist es „etwas Besonderes“, gegen seine ehemaligen Kollegen anzutreten. Von Heynckes bekam Boateng schon vorab eine Einsatzgarantie – und zusätzlich ein Lob. „Er ist genau der Spieler, den wir gebraucht haben.“

Eventuell wird Daniel van Buyten neben Boateng spielen müssen, denn Holger Badstuber droht wegen eines grippalen Infektes auszufallen. Die Stammkräfte ließ Heynckes am Montag beim Abschlusstraining pausieren – Kräfte sammeln war ihm wichtiger.

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Zum ThemaEx-Wolfsburger Dzeko droht die Ersatzbank gegen BayernIn seiner Heimat verehren sie ihn als „Diamant“, im funkelnden Millionen-Ensemble von Manchester City ist Edin Dzeko nur ein Star unter vielen. Trotz eines starken Saisonstarts im Dress der „Citizens“ droht dem teuersten Transfer-Export der Bundesliga-Geschichte gegen Bayern München aufgrund der großen Konkurrenz im Sturm ein Platz auf der Ersatzbank. Mit sechs Toren in fünf Premier-League-Spielen sammelte der Ex-Wolfsburger zuletzt Pluspunkte. „Ich war anfangs körperlich nicht in der Lage, die hohen Erwartungen zu erfüllen, aber nach einer kompletten Saisonvorbereitung läuft es jetzt richtig gut“, sagte Dzeko. Nun ist er heiß auf einen Einsatz gegen die Bayern:. „Dieses Spiel wäre ohne Frage ein würdiges Finale.“
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Erstellt am: 27. September 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 27. September 2011, 03:36 Uhr
Autor: dpa/noc

dpa/noc

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