06. Februar 2012, 00:00 Uhr

Nach Dynamos Sieg: Breite Brust und Ball flachhalten

Aufsteiger Dresden will nach dem 3:1-Erfolg gegen SpVgg Greuther Fürth keine Euphorie aufkommen lassen

Dresden Nach dem Überraschungssieg gegen Fürth strotzt Dynamo Dresden vor Selbstvertrauen. Nach einer starken Leistung muss Coach Loose die Elf nun von „Wolke sieben“ fernhalten und das Ost-Duell bei Union Berlin vorbereiten.

Guter Start für Ralf Loose. Foto: dpa Foto: dpa
Trotz eisigen Temperaturen blieben die Zuschauer lange nach Spielschluss auf ihren Plätzen, um dem Team Respekt zu zollen. Nach dem 3:1 von Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth kannte die Freude bei den Anhängern keine Grenzen mehr, doch die birgt bekanntlich in der Elbestadt auch Gefahr. Mit den Treffern von Robert Koch (5.), Mickael Poté (53.) und Zlatko Dedic (73.) setzten die Schwarz-Gelben das erste Ausrufezeichen im Jahr 2012. Daran änderte auch der Anschlusstreffer von Sercan Sararer (62.) nichts. Die Euphorie in Dresden ist schon wieder spürbar, doch Trainer und Team wissen: Ball flachhalten.

Bereits am Samstag wartet in Berlin ein heißes Ost-Duell gegen Union, die nach der 0:4-Hinspiel-Schlappe noch eine Rechnung mit den Sachsen offen haben. „Wir dürfen den Sieg gegen Fürth schon ein wenig genießen, aber aus der Vorrunde sind wir gewarnt. Da haben wir gesehen, dass nach einem tollen Erfolg und viel Euphorie auch ganz schnell die Bruchlandung kommen kann“, erklärt Abwehrmann Florian Jungwirth.

Der Innenverteidiger zeigte selbst eine starke Leistung, Fürths Top-Stürmer Olivier Occean und Christopher Nöthe waren dank Jungwirth und Romain Brégerie kaum zu sehen. „Die Vorbereitung war sehr hart, aber wir sind noch mehr zusammengewachsen. Viele Spieler von uns sind erst später verpflichtet worden. Nun hatten wir Zeit, uns gemeinsam und in Ruhe vorzubereiten, das zahlt sich aus“, erläutert der 23-Jährige.

Während Robert Koch davon sprach, nun mit einer breiten Brust nach Berlin und zum Spitzenteam SC Paderborn (17. Februar) zu fahren, blieb Jungwirth zurückhaltend. „Wir müssen den Sieg gut einordnen. Wir haben ein starkes Spiel gemacht, aber Fürth hat sicher nicht alles abgerufen, was sie können“, erklärt der Defensivmann.

Gegen Union Berlin würden die Schwarz-Gelben gern mit Punkten nachlegen. Ob jedoch der „Mann des Hinspiels“ dabei sein wird, ist allerdings fraglich. Der Berliner Marvin Knoll (ausgeliehen von Hertha BSC bis Saisonende), der beim 4:0 am 12. August ein Tor schoss und zwei vorbereitete, stand gegen Greuther Fürth wieder nicht im Kader von Trainer Ralf Loose. Bereits in der Hinrunde musste er wegen mangelndem Einsatz im Training auf der Tribüne schmoren.
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Erstellt am: 06. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 06. Februar 2012, 03:17 Uhr
Autor: dpa/tus

dpa/tus

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