Handballer rüsten sich für Zukunft
HANDBALL Allstar Game in Leipzig: Frank Carstens vom SCM bleibt Bundestrainer-Assistent
Leipzig Beim Allstar Game werden Weichen für die Zukunft im deutschen Männer-Handball gestellt. Das B-Team und Co-Bundestrainer Frank Carstens sollen bleiben. Nationaltorwart Silvio Heinevetter will den Handballbund bei Twitter und Facebook sehen.
„Für mich gibt es keinen Grund, etwas zu ändern. Die Arbeit war sehr gut“, sagte Heuberger. Es stehe nur noch das Okay vom SC Magdeburg aus. „Aber auch dort gibt es positive Signale“, berichtete der Bundestrainer. Zustimmung gab es vonseiten der HBL. „Das ist ausdrücklicher Wunsch des Bundestrainers. Dem kann man sich nicht verschließen“, sagte Liga-Präsident Reiner Witte, zugleich Mitglied im DHB-Präsidium.
Dass die DHB-Auswahl des Duos Heuberger/Carstens am Samstagabend vor 7532 begeisterten Zuschauern in der Arena Leipzig mit 32:36 (18:18) den Bundesliga-Allstars unterlag, war allenfalls ein kleiner Schönheitsfehler, aber kein gravierender Makel. „Das war ein Spaßspiel, bei dem die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen sind“, sagte der gelöst wirkende Heuberger und fügte an: „Es ist gut, dass jetzt der Alltag wieder kommt für die Jungs. Und wenn wir dann wieder zusammenkommen, werden wir das alle mit neuem Mut machen.“
Heuberger und die Verbände hatten mit der Wiederbelebung der B-Nationalmannschaft nach dem Vorbild von Europameister Dänemark bereits ein wichtiges Signal für die Zukunft gesetzt. Die Perspektiv-Auswahl mit dem ehemaligen Cottbuser Tobias Reichmann und zwölf Junioren-Weltmeistern aus den Jahren 2009 und 2011 deklassierte bei seiner Premiere den Drittliga-Spitzenreiter EHV Aue mit 36:22 (17:13). „Da sind sehr viele Talente dabei. Aber es ist noch ein harter Weg für die Jungs“, urteilte der Bundestrainer.
Dabei bekommt er volle Unterstützung aus der Liga. „Die B-Nationalmannschaft bleibt bestehen. Das Thema liegt uns besonders am Herzen“, stellte HBL-Präsident Witte klar. Er sicherte zu, dass der Ligaverband wenn nötig auch finanzielle Hilfe dafür beisteuern wird. „Das haben wir jetzt auch getan“, erklärte er.
In Abwesenheit des schwer erkälteten Ulrich Strombach hielt derweil Nationaltorhüter Silvio Heinevetter an seiner Kritik am DHB-Präsidenten fest, verband dies aber mit Vorschlägen für eine Modernisierung des Verbandes. „Was gesagt werden musste, musste gesagt werden“, betonte der Schlussmann von den Füchsen Berlin. „Als Verband musst du die Spitzensportler, die Breitensportler, die Handball-Interessierten und vor allem die Kiddies ins Boot holen. Die Jugendlichen sind nicht bei www.dhb.de unterwegs, sondern bei Twitter und Facebook. Das macht schon jeder Zweitligist.“
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Zum ThemaDer zurückgetretene Kapitän Pascal Hens kann für ein Jubiläumsspiel noch einmal in die Handball-Nationalmannschaft zurückkehren. „Ein Abschiedsspiel wird es nicht geben. Aber wenn Pascal sagt, er will sein 200. Länderspiel, dann kriegt er das“, sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier. Hens hatte am vergangenen Montag nach 199 Einsätzen und 565 Toren für den DHB seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.
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Erstellt am: 06. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 06. Februar 2012, 03:17 Uhr
Autor: Von Martin Kloth

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