HSV Hamburg siegt auch ohne Weltmeister klar in Cottbus
Es war das erwartete Handball-Fest – allerdings ohne Happy End für den LHC Cottbus. Die Lausitzer sind gestern Abend wie erwartet in der zweiten Runde um den DHB-Pokal gegen den deutschen Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer HSV Hamburg ausgeschieden. Vor 1800 Zuschauern in der erstmals restlos aus verkauften Lausitz-Arena setzten sich die Gäste mit 35:18 (20:8) durch.
Neben dem mangelnden Druck war beim LHC wieder das Fehlen eines Linkshänders auf der halbrechten Position auffällig. Immerhin: Junioren- Nationalspieler Toni Podpolinski verfolgte nach seinem Kreuzbandriss das Spiel schon wieder in der Halle, dürfte aber weiter bis zum Jahresende fehlen. Auch sonst stellte sich die LHC-Mannschaft fast von selbst auf: Rudolf Varak ( «Ich hätte spielen können.» ) fehlte mit Muskelfaserriss, Dimitri Chukhrov wurde wegen Kniebeschwerden geschont. Nach gut zehn Minuten war das Spiel dann auch für Daniel Grobelny vorzeitig zu Ende. Der Torjäger stürzte unglücklich auf das rechte Knie. Erste Diagnose: schwere Prellung.
Die Hamburger, die neben ihren Weltmeistern auch auf den französischen Nationalspieler Guillaume Gille (Zerrung) verzichteten, zeigten sich indes auch in der «zweiten Reihe» stark genug besetzt und bauten den Vorsprung Tor um Tor aus (5:13/21.). Besonders Bundesliga-Rekordtorschütze Yoon Kyung-Shin tat sich hier mit acht Treffern vor der Pause hervor. Zur Pause führte der HSV 20:8 und Bitter & Co. hatten ihren Auftritt – beim Autogramme schreiben für die jugendlichen Fans.
Nach der Halbzeit agierte Cottbus etwas mutiger. Die jungen Christian Möbius und Kevin Wendlandt spielten ohne Angst vor den großen Namen auf der Gegenseite und zeigten die eine oder andere gelungene Aktion, um meist wenig später dann doch wieder Lehrgeld zu zahlen. Die Gäste spulten in der fairen Begegnung nur noch ihr Minimalpensum ab. Über 28:14 (44.) kamen die Hamburger zum 35:18-Erfolg, der dem HSV den Einzug in die dritte Runde brachte und dem LHC und seinen Fans trotz der hohen Niederlage viel Spaß gemacht hat.
LHC Cottbus – HSV Hamburg 18:35 (8:20).
LHC Cottbus: Simolka, Wilkosz - Reichmann (5/3 Tore), Möbius (5), Michling (2), Schepers (2), Knispel (1), Wendlandt (2), Prokopzov, Robert, Sillanpää (1), Grobelny.
HSV Hamburg: Bitter (n.e.), Müller, Sandström - Schröder (4), Jansen (n.e.), Ursic (2), Flohr (3), Souza (8), Jurecki (4), Torgovanov (1), Gille (n.e.), Lijewski (2), Hens (n.e.), Kyung-Shin (9/3), Schult (2/1), Lindberg.
Schiedsrichter: Schaller/Wutzler (Leipzig); Zuschauer: 1800 (ausverkauft); Zeitstrafen: LHC 6 Min, HSV 2 Min.; Siebenmeter: LHC 4/3; HSV 6/4.
| Zum Thema Stimmen zum Spiel |
| Dietmar Rösicke, Trainer LHC Cottbus: «Ich denke, meine Jungs nehmen sehr viel aus diesem Spiel mit. Hier konnten wir nur lernen. Wir wollten weniger als 40 Gegentore bekommen – das haben wir geschafft.» Christian Fitzek, Manager HSV: «Wir haben dem LHC früh den Zahn gezogen und die Mannschaft stark unter Druck gesetzt. Die jungen Cottbuser haben bravourös gekämpft. Wir wollten die Gelegenheit nutzen, einigen Akteuren wie Kyung-Shin und Schröder Spielpraxis zu verschaffen.» |
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Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 20. September 2007, 00:00 Uhr
Geändert am: 27. September 2007, 02:34 Uhr
Autor: Von Thomas Juschus

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