06. Februar 2012, 00:00 Uhr

Fed-Cup-Team droht Abstieg aus Weltgruppe

Damen-Mannschaft verliert gegen Tschechien

Stuttgart Nach einem tränenreichen Tennis-Wochenende hat das deutsche Fed-Cup-Team die erste Halbfinal-Teilnahme seit 17 Jahren verpasst. Sabine Lisickis 7:6 (7:2), 4:6, 1:6 gegen Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova besiegelte am Sonntag bereits nach dem dritten Einzel die Niederlage.

Dennoch feierten die Fans in der Stuttgarter Porsche-Arena die Auswahl von Teamchefin Barbara Rittner für den couragierten Auftritt gegen Titelverteidiger Tschechien. „Natürlich ist die Enttäuschung riesengroß. Wir haben noch dran geglaubt. An diesem Wochenende ging nichts mehr“, sagte Rittner.

Statt den ersten Fed-Cup-Sieg seit 1992 ins Visier zu nehmen, müssen Lisicki und Co. wieder um den Verbleib in der ersten Weltgruppe zittern. Seit sieben Jahren pendelt die „Fahrstuhl-Mannschaft“ (Rittner) zwischen Erst- und Zweitklassigkeit hin und her. Am 21./22. April soll diesmal der direkte Wiederabstieg, am besten mit einer genesenen Andrea Petkovic, unbedingt vermieden werden. Der Relegations-Gegner wird am 14. Februar ausgelost.

Deutschlands Nummer 1 Lisicki zeigte sich 24 Stunden nach der 6:2, 4:6, 2:6-Pleite gegen die Weltranglisten-49. Iveta Benesova deutlich verbessert. Mit aggressivem Power-Tennis und positiver Körpersprache gestattete sie der Weltranglisten-Zweiten Kvitova im ersten Durchgang keine einzige Breakchance und holte sich im Tiebreak souverän die Satzführung. Im zweiten Durchgang reichte Kvitova im letzten Spiel eine kurze Schwächephase der Berlinerin, um mit einem Zu-Null-Break nach Sätzen auszugleichen. Lisickis Widerstand war damit entscheidend geschwächt, der Rest Formsache für die Favoritin aus Tschechien. Der folgende Auftritt von Angelique Kerber gegen Benesova sowie das finale Doppel zwischen Anna-Lena Grönefeld/Julia Görges und Lucie Hradecka/Barbora Zahlavova Strycova hatten somit nur noch statistische Bedeutung.

Bereits am Samstag hatte Rittner vor rund 3500 Zuschauern in der Porsche-Arena eine emotionale Achterbahnfahrt mit frustrierendem Ausgang erlebt. Erst brach Lisicki nach der Auftaktniederlage gegen Benesova auf der Pressekonferenz in Schluchzen aus. Dann spielte Julia Görges gegen Kvitova ein „Weltklasse-Match“ – und musste sich nach dem 6:3, 3:6, 8:10-Krimi die Tränen trocknen.
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Erstellt am: 06. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 06. Februar 2012, 02:39 Uhr
Autor: dpa/sh

dpa/sh

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