Bommer schwärmt: „Mannschaft hat mich begeistert“
FUSSBALL Der Energie-Trainer sieht seine Elf vor dem Start gegen 1860 München auf dem richtigen Weg
Cottbus Nach einem knappen Monat Vorbereitung stellt Energie-Trainer Rudi Bommer seiner Mannschaft ein gutes Zeugnis aus. Nun ist er gespannt, ob sein Team im ersten Pflichtspiel beim TSV 1860 München die positiven Eindrücke bestätigen kann.
Bommer lobte, wie die Mannschaft das von ihm geforderte Pressing umzusetzen versucht: „Dieses System funktioniert nur, wenn die Spieler es wirklich wollen.“ Der Trainer verfolgt konsequent den Plan, den Gegner schon ganz früh zu stören. „Das tut weh“, weiß er und bereitet seine Mannschaft deshalb vor allem kräftemäßig vor. Am Freitagvormittag war Treppenlaufen angesagt, eine Übung, die schon Eduard Geyer gern eingebunden hat.
Rückkehr nach drei Jahren
Für Profis sind solche Einheiten sicher nicht gerade Leckerbissen, doch Bommer lobte das Team: „Alle ziehen mit, versuchen sich in Szene zu setzen. Das brauchen wir.“ Doch trotz der vielen warmen Worte für seine Mannschaft vergisst Bommer nicht den Blick für die Realität: „Ab jetzt zählen nur noch Punkte und nicht der positive Eindruck“, erklärte er.
Am Montag kehrt der Trainer nach mehr als drei Jahren Abstinenz auf die Zweitliga-Bühne zurück. Obwohl sich der 54-Jährige unbeeindruckt gibt („Ich bin schon lange im Geschäft, da hat sich nicht viel geändert.“), dürfte das ein emotionaler Abend werden. Denn dass er zu seinem Energie-Debüt ausgerechnet bei 1860 München antreten muss, birgt durchaus Brisanz.
Als „Löwen“-Trainer erlebte Bommer 2004 eine, wie er sagt, „holprige Zeit“, geprägt von Machtkämpfen im Verein. Dass sich bei 1860 bis heute kaum verändert hat, zeigen die Schlagzeilen der vergangenen Wochen. Groß-Investor Hasan Ismaik macht das Treiben verrückt und will den Verein so schnell wie möglich nach oben hieven. Bommer lässt sich nicht beeindrucken. Er kündigte an, in München auf drei Punkte zu spielen: „Mit dieser spielstarken Mannschaft kann man nicht sagen: ,Mal gucken, was so geht.'“ Diesen, seinen ersten Eindruck, sieht er inzwischen als bestätigt an.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 03:38 Uhr
Autor: jal

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