Alle auf Vettel
MOTORSPORT Konkurrenz will auf Nürburgring wenigstens punkten
Nürburgring Sebastian Vettels Verfolger denken nur noch von Rennen zu Rennen. Sie lauern auf Fehler des Formel-1-Weltmeisters und setzen auf Attacke. Was anderes bleibt ihnen auch nicht übrig.
92 Zähler trennen Ferrari-Star Fernando Alonso vom Hessen. 80 Punkte hat Teamkollege Mark Webber weniger als Titelverteidiger Vettel. „Er kann ein paar Monate rumcruisen“, befand Button vor dem 10. WM-Lauf an diesem Sonntag (14 Uhr/RTL).
Alles nur taktische Winkelzüge oder doch ehrliche Eingeständnisse? „Er ist Weltmeister, er hat ein großartiges Auto, er wird hier wieder schnell sein, ohne Zweifel“, befürchtet Hamilton vor der Hatz in den Eifelwäldern. Strategie oder Respekt? „Natürlich fährt Sebastian hier sein Heimrennen, aber ich glaube nicht, dass ihm der Druck etwas anhaben wird“, ergänzte Hamilton.
Mit einem Sieg auf dem Nürburgring würde Vettel die deutsche Durststrecke bei Heimrennen nach fünf Jahren beenden. Zuletzt sorgte Rekordchampion Michael Schumacher 2006 mit Erfolgen auf dem Nürburg-und dem Hockenheimring für rauschende PS-Feste vor heimischer Kulisse. Es wäre also an der Zeit.
Mit allen Mitteln wird Vettel einen Sieg aber nicht versuchen. „Mit Gewalt geht gar nix“, betonte der Heppenheimer. Der Asphalt-Heißsporn Vettel ist in den vergangenen anderthalb Jahren gereift, Kalkül fährt jederzeit im Cockpit mit. Zum Leidwesen der Verfolger.
„Für uns geht es darum, einige Rennen zu gewinnen und auf Fehler von Red Bull zu warten“, erklärte Alonso. So wie zuletzt in Silverstone, als sein erster Saisonsieg durch den Boxenstopp-Patzer der Vettel-Crew begünstigt worden war.
Anders als bei McLaren mit den gleichberechtigt kämpfenden McLaren-Darstellern Button (2009) und Hamilton (2008) gibt es bei Ferrari nur einen PS-Protagonisten. Seltener wurde dies deutlicher, als vor einem Jahr beim Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring.
In Führung liegend musste Felipe Massa den zweimaligen Weltmeister passieren lassen, damit der die Aufholjagd auf Vettel richtig einläuten konnte. „Alonso ist schneller als du. Kannst du bestätigen, dass du die Nachricht verstanden hast?“, wurde Massa ins Cockpit gefunkt. Verstanden hatten es alle nur zu gut. Es folgte eine Geldstrafe für Ferrari und eine Diskussion um die Teamorder, letztlich wurde ihr Verbot aufgehoben.
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Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 23. Juli 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 23. Juli 2011, 03:03 Uhr
Autor: Von Jens Marx und Elmar Dreher

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