Handball-Regionalliga: Füchse Berlin II erobern Spitze zurück
Kolkwitz
Letzter gegen Erster: Die von LHC-Trainer Norbert Thormeier zuvor als „reizvolles Duell“ ausgerufene Regionalliga-Begegnung hat der Aufstiegskandidat Füchse Berlin II mit 29:23 erwartungsgemäß gewonnen. Der LHC hat sich jedoch am Sonntag im Kolkwitz-Center als tapferer Gegner erwiesen.
Beim Stand von 1:5 nach acht Minuten roch es stark nach einer hohen Heimniederlage der Lausitzer. Doch der nach wie vor ersatzgeschwächte LHC wollte sich dem haushohen Favoriten nicht einfach so geschlagen geben und hielt so gut es ging dagegen. Beim 8:10 in der 26. Minute, ein durch Lukas Baase per Heber sehenswert abgeschlossener Konter, blitzte tatsächlich ein wenig Hoffnung auf. Doch die robusteren Reservisten des Bundesligisten Füchse Berlin hielten die Cottbuser clever auf Abstand und ließen auch nach der Halbzeit (9:13 aus LHC-Sicht) nichts mehr anbrennen. Stattdessen wurde der Vorsprung Stück für Stück ausgebaut, um die für eine Nacht an den HSV Insel Usedom verlorene Tabellenführung sicher zurückzuerobern.
Für den LHC hingegen ging es letztlich nur noch darum, die Niederlage erträglich zu gestalten. Das ist der Mannschaft durchaus gelungen. „Trotz der Niederlage sind wir recht zufrieden“, befand Spielmacher Max Kröning, zudem bester LHC-Werfer, nach der Partie. „Dass hier der Letzte gegen den Ersten spielt, hat man nicht unbedingt gemerkt“, sagte Kröning, der sich nach seiner Knieverletzung konditionell noch nicht wieder zu einhundert Prozent fit fühlt. „Ein bisschen fehlt noch“, so Kröning.
Auch LHC-Trainer Thormeier konnte mit der erwarteteten Niederlage leben. „Sechs Tore Unterschied sind im Handball nicht viel“, fand er. Gegen die individuell stärkeren Berliner sei für sein junges Team nicht mehr drin gewesen. Die mit A-Jugendlichen aufgefüllte Mannschaft müsse sich „noch immer finden“.
Der Findungsprozess wird am kommenden Samstag mit dem Nachholspiel in Tarp fortgesetzt. Die Heimpartie gegen Neubrandenburg findet dagegen wohl erst Karfreitag statt.
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