Mehr als die Hälfte aller LHC-Tore hat dieses Trio (v.l.) im Spiel gegen Oranienburg erzielt: Agnieszka Wilkosz (7), Susann Petras (3) und Marlen Matthee (9). Foto: Zielonkowski Foto: Zielonkowski
Recht spürbar war anfangs die Nervosität auf beiden Seiten. Keine der beiden Spitzenmannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte waren es dann die Gastgeberinnen, die vom 11:10 auf ein fast schon beruhigendes 17:13 erhöhen konnten.

Nach dem Wiederanpfiff aber gab der LHC diesen Vorsprung fast völlig preis (20:19, 38. Minute), was deren Coach später zur Aussage veranlasste: „Da hatte ich ehrlich Sorge, dass wir das Ding noch abgeben.“

Doch seine überaus kampfstarke Mannschaft kam zurück ins Spiel. Stets angetrieben von den routinierten Rückraumspielerinnen „Drunja“ Wilkosz und Marlen Matthee packten die Cottbuser wieder Tor um Tor auf ihr Pluskonto, so dass es eine Viertelstunde vor dem Ende komfortabel 26:21 für den LHC stand.

Da nun auch Torfrau Andrea Kothe ein ums andere Mal prächtig parierte, zog man den siegverwöhnten Oranienburgerinnen sichtbar den Nerv. Zusätzlich explodierten in der Schlussphase Dajana Knick auf der halbrechten Position und Kreisspielerin Susann Pade, die selbst schwierigste Situationen zu erfolgreichen Würfen nutzten. Auch deshalb setzte sich am Ende der Tabellendritte gegen den bisherigen Spitzenreiter mit 35:32 durch.

Nach diesem Erfolg ist Cottbus mit Oranienburg punktgleich und rückt auf einen Zähler an den neuen Ersten aus Doberlug-Kirchhain heran. Bleibt der LHC in den kommenden vier Partien ohne Patzer, gibt es Mitte April ein echtes Endspiel gegen Doberlug.