23. November 2009, 00:00 Uhr
LHC Cottbus verpasst nur knapp die Sensation gegen Preußen Berlin
Berlin/Cottbus
Die Sensation lag in der Luft. Beim 30:30 nur wenige Minuten vor Schluss hatte die junge Mannschaft des LHC Cottbus den Favoriten Preußen Berlin am Rand einer Niederlage.
Doch zwei technische Fehler auf Seiten der Lausitzer machten die Überraschung zunichte. Am Ende entschied der Tabellenfünfte aus der Hauptstadt das Spiel mit 36:33 (19:17) für sich. „Schade, schade, schade“, haderte LHC-Trainer Norbert Thormeier anschließend, „denn das war insgesamt eine wirklich gute kämpferische Leistung meiner Jungs.“ Tatsächlich ist es nicht hoch genug zu bewerten, dass die Cottbuser nur äußerst knapp als Verlierer vom Parkett gingen. Immerhin hatten sie zum einen nur wenige Tage zuvor den Weggang ihres Stammkeepers Marco Simolka zu verkraften (RUNDSCHAU berichtete). Zum anderen kam nach nur 15 Minuten das Aus für Routinier Robert Michling. Dem 26-Jährigen, unverzichtbar am Kreis und in der Abwehr, droht wegen seiner langwierigen Schulterverletzung nun gar das Saison-Aus.
Eine laut Thormeier „sehr gute Leistung“ zeigte Eric Kozlowski im Tor. Der 19-Jährige ist nach dem Weggang von Simolka der einzige Keeper im Team – eine schwere Bürde. Beinahe symbolträchtig bekam er bei einem Siebenmeter einen Ball mit voller Wucht ins Gesicht, was ihn jedoch nicht zum Aufgeben zwang. Bedauerlicherweise wurde die Aktion auch nicht mit Rot für den Gegner bestraft. Es bleibt eine enorm unglückliche und schwierige Regionalliga-Saison für den LHC, der auch weiterhin auf seinen verletzten Regisseur Max Kröning verzichten muss. Dabei steht die Mannschaft vor wegweisenden Spielen. Drei der nächsten vier Partien tragen die Cottbuser zu Hause aus. Diese wollen sie erfolgreich gestalten, um sich von Platz 15 in der Regionalliga Nordost wieder hervorzukämpfen. Der Anfang soll am kommenden Samstag gegen den Oranienburger HC (19 Uhr, Lausitz-Arena) gemacht werden.
M. Hecht
Jüngste Kommentare
Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden