30. November 2009, 00:00 Uhr
LHC Cottbus gibt Halbzeitführung aus der Hand und ist jetzt Letzter
Cottbus
Er hätte der Held des Abends werden können. Am Ende jedoch blieb dem schwer enttäuschten Eric Kozlowski nur noch der wütende Marsch in die Kabine.
Seine gute Leistung hätte der 19-jährige Torhüter ganz sicher gern mit einem Sieg gekrönt. Doch daraus wurde am Samstagabend in der Lausitz-Arena mal wieder nichts. Der LHC Cottbus unterlag dem Tabellenneunten Oranienburger HC mit 24:27 (14:11) – und das nach 14:11-Halbzeitführung.
Kozlowski hatte den LHC mit so einigen Paraden lange im Spiel gehalten. Da kam sogar Torwart-Routinier Carsten Ohle gar nicht mehr raus aus dem Applaudieren. Der 40-Jährige, der seine Karriere im vergangenen Jahr bei den Füchsen Berlin beendet hat, soll bei den Cottbusern nach dem Weggang von Marco Simolka wie schon in der Vorsaison aushelfen. Am Samstag kam er allerdings überhaupt nicht zum Einsatz. Kein Wunder bei der Top-Verfassung von Kozlowski. Dank seiner Leistung war die Hoffnung auf den ersten Heimsieg seit fast drei Monaten lange groß. Doch nach dem 16:12 zu Beginn der zweiten Halbzeit ging plötzlich nichts mehr. Beim angeschlagenen Co-Trainer Marcel Linge, von Beginn an auf die Spielmacher-Position beordert, schwanden die Kräfte. Christoph Genilke musste in der 41. Minute nach seiner dritten Zeitstrafe vom Parkett. Und die Youngsters waren schlicht platt und überfordert. „Wir haben am Ende grundlos Hektik aufkommen lassen und billige, dumme Fehler gemacht“, ärgerte sich LHC-Trainer Norbert Thormeier. Kozlowski bescheinigte er immerhin, „gut drauf“ zu sein. Doch der Keeper allein macht noch keinen Heimsieg.
Mirjam Hecht
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