Chemie Schwarzheide ist Herbstmeister
Nur geringe Punktabstände oben wie unten / Spielausfall in Grünewalde
Chemie Schwarzheide ist mit fünf Punkten Vorsprung Herbstmeister. Eintracht Lauchhammer kann mit einem Sieg im Nachholspiel in Grünewalde diesen Vorsprung allerdings noch auf zwei Zähler verkürzen. Hinter der Eintracht folgen der Namensvetter aus Ort-rand sowie Hörlitz und Lindenau, die allesamt nur zwei Pünktchen trennen. In der unteren Tabellenhälfte gibt es das gleiche Bild. Zwischen Platz 11 und Platz 15 sind es auch nur zwei Punkte Differenz. Für eine spannende Rückrunde ist also gesorgt. Am kommenden Wochenende finden in Hosena und Großkoschen noch die Vorrunden zur Hallen-Kreismeisterschaft statt.
Im letzten Spiel des Jahres ist der Briesker „Zweeten“ ein nie gefährdeter Sieg gegen ganz schwache Gäste gelungen. Die konnten den Schwung vom vierten Sieg aus der Vorwoche nicht hinüberretten und hätten schon zur Pause deutlich höher zurückliegen müssen. Doch die Chancenverwertung der Knappen war trotz der fünf Tore katastrophal. Brieske brachte sich durch haarsträubende Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft einige Male selbst in die Bredouille, was die Großräschener Reserve auch prompt zu zwei Treffern nutzte. Für die Gäste bleibt die Lage im Tabellenkeller nach der erneuten Niederlage weiter prekär.
VfB Klettwitz – SV Eintracht Ort-rand 1:3 (1:1). 0:1 Ronny Ringel (5.), 1:1 Roy Feldner (33.), 1:2 Eric Buntzel (73.), 1:3 Martin Reichelt (83.); Gelb-Rot: Martin Brundtke (Klettwitz, 56.); SR: Manfred Koall (Großräschen).
Ortrand begann sehr offensiv und konnte schon nach dem zweiten Angriff das erste Mal jubeln. Die Eintracht spielte danach aus einer sicheren Abwehr heraus nach vorn, doch der VfB präsentierte sich gleichwertig. Der Ausgleich, den Feldner per Kopf erzielte, war dann auch verdient. Die Heimelf kam auch agiler aus der Pausenkabine und setzte die Gäste unter Druck. Brundtke hatte dabei die Riesenchance zum 2:1. Doch nach dessen Herunterstellung bekamen die Pulsnitzstädter wieder Oberwasser. Man ließ den Ball laufen und konnte noch zweimal einnetzen. Für Klettwitz war es die erste Heimniederlage in dieser Saison.
FSV Lauchhammer – FSV Empor Hörlitz 1:1 (1:0). 1:0 Maximilian Bauer (18.), 1:1 Marcel Berndt (61.); SR: Denny Tumlirsch (Barzig).
Die erste Halbzeit beherrschten die Gastgeber, die es aber wieder einmal versäumten, ihre hochverdiente Führung auszubauen. Gelegenheiten dazu gab es genug. Die Hörlitzer konnten mit dem knappen Rückstand zur Pause mehr als zufrieden sein, denn bei ihnen ging nach vorn so gut wie gar nichts. Auch im zweiten Durchgang blieben die Lauchhammeraner am Drücker. Die Empor-Elf wartete auf ihre Chance, und gleich die erste nutzte Marcel Berndt nach einer Unstimmigkeit in der Gastgeber-Abwehr. Die Platzherren drängten auf die erneute Führung, doch Hörlitz blieb bei Kontern gefährlich. Tore fielen in einer gutklassigen Partie aber nicht mehr.
SV Glückauf Kleinleipisch – Hohenbockaer SV 3:1 (2:1). 1:0 Thomas Mittag (5.), 2:0 Oliver Leßmann (27.), 2:1 Robert Weitzmann (43.), 3:1 Thomas Mittag (88. FE); SR: André Hänßgen (Hirschfeld).
Nach dem schnellen Führungstreffer fanden die Gastgeber gut in die Partie und legten nach einer knappen halben Stunde nach. Kurz vor der Halbzeit trafen die Gäste jedoch nach einem zunächst abgewehrten Freistoß zum Anschluss und verunsicherten damit die Heimmannschaft merklich. Nach dem Wiederanpfiff kam der Aufsteiger nicht wirklich zurück ins Spiel. Hohenbocka war jetzt dominierend und hatte klarste Einschussmöglichkeiten. Doch der hervorragend aufgelegte Kleinleipischer Torwart hielt seine Mannschaft in der Erfolgsspur. Der Strafstoß kurz vor Ultimo entschied dann eine bis dahin spannende Partie.
SV Blau-Weiß Lindenau – BSG Chemie Schwarzheide 0:3 (0:0). 0:1 Willy Ewald (65.), 0:2 Ronny Espig (80.), 0:3 Marcel Weslowski (86. FE); SR: Michael Kirbis (Kostebrau).
Lindenau musste gleich auf vier Stammkräfte verzichten. Trotzdem entwickelte sich in der ersten Hälfte ein ausgeglichenes und kampfbetontes Spiel mit zwei klasse haltenden Torhütern. Das Bild änderte sich jedoch im zweiten Durchgang. Schwarzheide war jetzt deutlich besser. Lindenau hingegen präsentierte sich defensiv sehr anfällig und vorn im Abschluss viel zu harmlos. Nach einem umstrittenen Foulelfmeter kam in einer ansonsten fairen Partie noch einmal unnötige Hektik auf, doch da war die Begegnung schon so gut wie entschieden. Es bleibt dabei: Lindenau kann zu Hause gegen Schwarzheide nicht gewinnen.
TSV Grünewalde – SV Eintracht Lauchhammer. Das Spiel wurde aufgrund der widrigen Platzverhältnisse abgesagt.
Ortrander FC – SV Askania Schipkau II 1:3 (0:2). 0:1 Andreas Schumacher (26.), 0:2 Sebastian Penk (38. FE), 0:3 Steve Krettek (57.), 1:3 Kay Günther (84.); Rot: Felix Franzeck (Schipkau, 83.); SR: Wolfgang Nuglisch (Lauchhammer).
Das Spiel begann sehr verhalten. Der OFC agierte nach den letzten Niederlagen verunsichert und sorgte mit seinem ungenauen Passspiel kaum für Gefahr. Schipkau tat nur das Nötigste. Das reichte aber zur sicheren Pausenführung. Die Pulsnitzstädter kamen dann besser aus der Kabine. Sie waren jetzt feldüberlegen und besaßen klare Chancen. Aber entweder scheiterte man am eigenen Unvermögen, oder aber Pfosten und Latte retteten für die Askanen. Selbst ein Elfmeter wurde noch verschossen. Der Anschlusstreffer kam zu spät. Schipkau startete in der zweiten Halbzeit nur noch gelegentliche Konter und kam mit geringem Aufwand zum Erfolg.
SV Grün-Weiß Annahütte – SV Blau-Gelb Hosena 0:0. SR: Uwe Tondera (Lauchhammer).
Die Grün-Weißen wollten ihre kleine Siegesserie fortsetzen und den dritten Dreier in Folge einfahren. In der ersten Viertelstunde hatten sie mit drei hochkarätigen Möglichkeiten auch die Gelegenheit, dieses Vorhaben umzusetzen. Doch das Runde wollte einfach nicht in das Eckige. Die Gäste, die bis dahin gar nicht richtig auf dem Platz waren, wurden danach mutiger und nutzten einige Male die ihnen jetzt gebotenen Freiräume. Zählbares sprang dabei allerdings nicht heraus. Nach der Pause spielten nur noch die Gastgeber. Sie ließen aber reihenweise Chancen liegen. So blieb es am Ende beim Remis, das für die Gäste mehr als glücklich ausfiel.
Erstellt am: 13. Dezember 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. Dezember 2011, 10:58 Uhr
Autor: Zusammengestellt von Henry Streubel

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