Alle Favoriten punkten dreifach
18. Spieltag der Kreisliga / Abstiegskandidaten bleiben ohne Zähler
Alle Mannschaften auf den Plätzen eins bis sieben sind zu Drei-Punkte-Erfolgen gekommen. Somit hat sich auch an den Tabellenständen in der oberen Hälfte nichts verändert. Spitzenreiter Schwarzheiter hatte mit Schlusslicht Hohenbocka allerdings mehr Mühe als erwartet und musste bis zum Schlusspfiff um die hart erkämpften drei Zähler zittern. Die Kluft zu den Abstiegsrängen wird unterdessen immer größer. Da auch Annahütte als Zehnter einen Dreier einfahren konnte, beträgt der Abstand auf Platz 11 (Schipkau II) mittlerweile schon neun Punkte. Am Wochenende kommt es zum mit Spannung erwarteten Spitzenspiel zwischen Schwarzheide und dem Tabellendritten Eintracht Ortrand.
Kreisliga. FSV Glückauf Brieske/Senftenberg II – Ortrander FC 7:1 (3:1). 1:0 Christoph Radenz (11.), 2:0 Philipp Jautze (13.), 3:0 Christian Bartsch (36.), 3:1 Denny Meinert (45.), 4:1 Ulrich Lieske (52.), 5:1 Robert Marx (58.), 6:1 Ulrich Lieske (82.), 7:1 Christoph Radenz (84.); SR: Manfred Koall (Großräschen).
Die Knappen-Reserve war heiß auf den dritten Sieg in der Rückrunde und den vierten vollen Erfolg in Serie. Mit zwei schnellen Toren kam die Elf auch zügig auf die Siegerstraße. Kurz vor der Pause gelang den Gäste zwar der Anschlusstreffer, doch die Briesker "Zweete" ließ sich davon nicht beeindrucken. Die Ortrander bauten immer mehr ab, sodass die Gastgeber das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben konnten. Für die Pulsnitzstädter wird es im Abstiegskampf immer enger, dagegen hat sich die Knappen-Reserve nach zwölf Punkten in Folge im gesicherten Mittelfeld festgesetzt.
SV Eintracht Ortrand – SV Blau-Gelb Hosena 4:0 (1:0). 1:0 Michael Mann (30.), 2:0 Fabian Kleinichen (56.), 3:0 Jan Hansel (86.), 4:0 Maik Bruntsch (89.); SR: Kevin Muschinski (Lindenau).
Die Ortrander Eintracht war an diesem Tag die klar bessere und auch spielbestimmende Mannschaft. Vom Anpfiff an setzte sie Hosena unter Druck und versäumte nur das Toreschießen. Erst kurz vor der Pause wurden die Gäste aktiver, ein Torerfolg blieb ihnen aber versagt. Ortrand war auch im zweiten Durchgang gegen den Abstiegskandidaten überlegen, musste aber bei zwei Situationen höllisch aufpassen, um nicht den Anschlusstreffer zu kassieren. Insgesamt geht dieser Sieg, auch in der Höhe, gegen schwache Hosenaer absolut in Ordnung.
FSV Lauchhammer – SV Askania Schipkau II 4:0 (0:0). 1:0 René Sattler (56.), 2:0 Martin Hannatzsch (81.), 3:0 René Sattler (82.), 4:0 Stephan Sowa (88.); Gelb-Rot: Gregor Grieger (Schipkau, 76.); SR: Frank Mehnert (Tettau).
Die erste Halbzeit konnte man im Lauchhammeraner Waldstadion getrost vergessen. Es passierte nichts, das Spiel war grottenschlecht. Erst Routinier Sattler brach dann den Bann und brachte seine Mannschaft in Führung. Trotz der Ampelkarte hielt Schipkau dagegen. Beim vorentscheidenden 2:0 unterschätzte der Schipkauer Torwart den Ball, und das Spiel war für den FSV in Sack und Tüten. Die weiteren Lauchhammeraner Tore waren gut herausgespielt und sorgten für einen klaren Sieg der Gastgeber, die damit auch optimal zu Hause in die zweite Halbserie starteten.
VfB Klettwitz – SV Eintracht Lauchhammer 1:2 (0:0). 1:0 Martin Brundtke (53.), 1:1 Martin Kähler (77. FE), 1:2 Erik Lewa (78.); SR: André Hänßgen (Hirschfeld).
René Müller im Tor der Eintracht musste in der ersten Halbzeit einige Male Kopf und Kragen riskieren, um seine Mannschaft im Spiel zu halten. Klettwitz spielte geradliniger nach vorn und stand auch in der Abwehr gut gestaffelt. Die Gäste kamen so kaum zu gelungenen Kombinationen. Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Die Ostler gingen jetzt viel bissiger zu Werke und drehten die Partie nach dem zwischenzeitlichen Rückstand innerhalb von zwei Minuten. Klettwitz blieb danach durch einige nadelstichartige Konter weiter kreuzgefährlich. Doch die Eintracht brachte den aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang verdienten Dreier über die Zeit.
SV Blau-Weiß Lindenau – SV Großräschen II 5:1 (2:1). 0:1 Marian Miottke (10.), 1:1 Jörn Herzog (23. FE), 2:1 Sebastian Backasch (38. ET), 3:1 Lars Kaubisch ( 56.), 4:1 Kevin Hausdorf (71.), 5:1 Stefan Gärtner (86.); SR: Fred Schmidt (Kleinleipisch).
Lindenau begann nervös und hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. So war die Führung der Gäste nicht verwunderlich. Erst danach wurde die Parkelf von Minute zu Minute stärker und bekam das Spiel immer besser in den Griff. Die IBA-Städter bauten mit zunehmender Spielzeit kräftemäßig ab und hatten im Laufe der Partie nichts mehr entgegenzusetzen. Als die Gastgeber das Tempo in der zweiten Halbzeit noch einmal anzogen, wurden zwangsläufig auch gute Chancen herausgespielt. Ein hochverdienter Sieg, der jedoch nur eine kleine Wiedergutmachung der schwachen Leistung in der Vorwoche war.
SV Glückauf Kleinleipisch – FSV Empor Hörlitz 1:2 (1:1). 1:0 Steffen Jurischka (3.), 1:1 Marcel Berndt (32.), 1:2 André Winkler (58. FE); SR: Michael Kirbis (Kostebrau).
In einer hart umkämpften Begegnung gingen die Gastgeber mit dem ersten konstruktiven Angriff in Führung. Doch die Hörlitzer, Überraschungsmannschaft der Saison, begannen nach einer Viertelstunde vehementer, den Weg nach vorn zu suchen. Nach einem Eckball gelang ihnen dann der hochverdiente Ausgleich. Die zweite Halbzeit war von beiden Seiten nur Stückwerk. Schiedsrichter Kirbis musste immer wieder unterbrechen, um die Streithähne auseinander zu bringen. Ein berechtigter Foulelfmeter entschied schließlich diese Partie für die immer weiter aufstrebende Mannschaft aus Hörlitz
Hohenbockaer SV – BSG Chemie Schwarzheide 2:3 (1:2). 1:0 Christoph Bethge (10.), 1:1 Norman Kählig (25.), 1:2, 1:3 Marcel Weslowski (40., 67.), 2:3 André Schrock (84.); SR: Andreas Förster (Schwarzheide).
Die Gastgeber hielten gegen den klaren Favoriten gut dagegen und gingen nicht unverdient in Führung. Man konnte eigentlich über die gesamten 90 Minuten nicht erkennen, wer der Tabellenerste und wer das Schlusslicht war. Schwere individuelle Fehler der "Buckschen" ermöglichten den Chemiestädtern jedoch, das Spiel zu drehen. Doch auch nach dem Zwei-Tore-Rückstand bewiesen die Grün-Gelben Moral. Sie versuchten, die Gäste in einem begeisternden Schlussspurt noch einmal in die Knie zu zwingen, der Anschlusstreffer fiel aber zu spät. In der Nachspielzeit war für die Gastgeber sogar noch der Ausgleich möglich.
TSV Grünewalde – SV Grün-Weiß Annahütte 0:2 (0:1). 0:1 Alexander Krüger (29.), 0:2 René Pawlik (62.); SR: Kevin Muschinski (Lindenau).
Diese Partie war Abstiegskampf pur. Grünewalde wollte nach dem Punktgewinn in Schipkau nachlegen, was aber nur in Ansätzen in den ersten Minuten gelang. Bezeichnend für die schwache Leistung der Platzherren war die erste und einzige Chance in der 11. Minute. Danach übernahm Annahütte das Kommando. Die Elf erarbeitete sich zahlreiche Möglichkeiten, doch erst nach einer knappen halben Stunde war nach einem 16-Meter-Hammer zum 0:1 der Bann gebrochen. Im zweiten Abschnitt gab es das gleiche Bild, sodass das Ergebnis viel höher hätte ausfallen müssen. Überschattet wurde die Partie von der schweren Verletzung des Annahütter Martin Rodewald. Der Fußballkreis wünscht dem Spieler gute Besserung. hys1
Erstellt am: 13. März 2012, 09:20 Uhr
Geändert am: 13. März 2012, 11:32 Uhr
Autor: Henry Streubel

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