26. Januar 2012, 00:00 Uhr

Vom Probevertrag zum Goldhelm

Stürmer Matt McKnight und seine erstaunliche Entwicklung bei den Lausitzer Füchsen: „Ich spüre keinen Druck“

Weißwasser Er hat den wohl größten Leistungssprung im Verlauf der Saison gemacht: Matt McKnight erhielt zunächst einen Probevertrag bei den Lausitzer Füchsen. Inzwischen führt der 27-jährige Stürmer die Scorerliste des Zweitligisten aus Weißwasser an.

Angesichts von 15 Toren und 17 Vorlagen haben die Füchse den Kontrakt mit McKnight längst bis zum Ende der Saison verlängert. „Ich hoffe, dass alles so toll weiterläuft und wir mit den Füchsen die Playoffs schaffen“, betonte der Stürmer sichtlich aufgeräumt am Mittwoch im Interview mit dem vereins eigenen „Füchse-TV“.

Die Chancen dafür stehen sehr gut – nicht zuletzt dank der Tore und Vorlagen von McKnight. Derzeit liegt Weißwasser auf Platz sechs und damit im Playoff-Feld der besten acht Teams. Im Moment haben die Füchse sieben Punkte Vorsprung auf Rang neun.

„Die Chance ist riesengroß. Zudem haben wir mit Jonathan Boutin einen super Torwart. Unsere schlechte Phase, die wir vor sechs Wochen hatten, ist auch schon wieder vorbei“, beschreibt McKnight die aktuelle Lage.

Am Freitag beim 3:1-Derbysieg gegen die Eislöwen Dresden spielte der Kanadier erstmals mit dem goldenen Helm des Topscorers im Team und schoss die Füchse im letzten Drittel mit dem wichtigen Treffer zum 2:1 auf die Siegerstraße.

Dass McKnight eine solche Entwicklung nehmen würde, war zunächst nicht abzusehen. Denn eigentlich kam er nur als Zugabe zur Verpflichtung von Marc Derlago nach Weißwasser, weil beide schon in Kanada zu sammengespielt haben. Als Duo profitieren die beiden Kanadier nun auch im Fuchsbau vonein ander. Zudem hat ihnen Coach Dirk Rohrbach nach mehreren Experimenten inzwischen mit Marcus Sommerfeld einen Partner an die Seite gestellt, der die Angriffs reihe ideal ergänzt. „Das Zusammenspiel mit Marc Derlago und Marcus Sommerfeld läuft wirklich gut“, lobt McKnight.

Für den Kanadier ist Weiß wasser die erste Station im Ausland. Inzwischen hat er sich mit seiner Frau eingelebt. „Man weiß vorher nie so genau, was einen im neuen Land erwartet. Meine Frau und ich sind jedoch offene Menschen, die sich auf neue Situationen gut einstellen können“, erzählt Derlago.

Auch an diesem Wochenende ist er wieder als Scorer gefordert. Die Füchse gastieren am Freitag beim SC Riessersee (20 Uhr). Am Sonntag geht es zu Hause gegen den ESV Kaufbeuren (17 Uhr). Beide Kontrahenten kämpfen ebenfalls um den Playoff-Einzug.

Den Goldhelm des Topscorers sieht McKnight nicht als Belastung. „Wir sind insgesamt als Team beim Scoring sehr gut. Wer den Helm trägt, ist egal“, ver sichert der Kanadier und ergänzt lächelnd: „Ich spüre keinen Druck, zumal ich den Helm auf dem Eis ja gar nicht sehe.“
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Erstellt am: 26. Januar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 26. Januar 2012, 09:54 Uhr
Autor: noc

noc

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