23. Januar 2012, 00:00 Uhr

Füchse nach Derby-Sieg „zu Höherem berufen“

Weißwasser Der Kurs der Lausitzer Füchse ist in der 2. Bundesliga klar auf die Play-offs gerichtet. Nach dem Sieg im Sachsenderby gegen die Dresdner Eislöwen zeigt sich: Mit jedem Punkt auf dem Konto wächst gleichzeitig auch das Selbstvertrauen im Fuchsbau. Dort fühlt man sich inzwischen sogar bereit für mehr.

Der klassische Spielfilm für dieses Derby hatte in der 39. Minute seinen vermeintlichen Höhepunkt. Ausgerechnet der Ex-Weißwasseraner Patrick Strauch erzielte da am Freitagabend den 1:1-Ausgleich für die Dresdner Eislöwen. Für jene Mannschaft, die bis dahin allenfalls das temporeiche Füchse-Spiel ein wenig stören hatte können. Jetzt musste man aber vermuten, dass es so läuft, wie es meistens nach solchen überraschenden Gegentoren zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt läuft: Dresden könnte Zuversicht schöpfen, die Partie kippen und das kraftraubende Spiel der Gastgeber sich am Ende rächen.

Doch von wegen: Die Füchse schrieben das Drehbuch mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen so weiter, dass ihre Fans doch das verdiente Happy End serviert bekamen. Trainer Dirk Rohrbach erklärte später mit breiter Brust: „So ein Gegentor wirft uns doch nicht um, das gehört zum Sport dazu. Alles kein Problem, wir wussten, dass wir weiterhin unsere Chancen bekommen würden.“ So war es dann auch: Mit den Toren von Matt McKnight (47.) und Jared Ross (56.) – früh im Spiel hatte bereits Mark Derlago (4.) getroffen – holten sich die Füchse die doppelt wichtigen drei Punkte. Zum einen baute Weißwasser seinen Vorsprung auf den entscheidenden Rang neun aus. Und zum anderen haben die Eislöwen nach dieser Niederlage als Vorletzte nur noch theoretische Chancen auf die Play-offs.

In Weißwasser hingegen wächst die Zuversicht, Angreifer Danny Albrecht rechnet: „Jedes Wochenende drei Punkte, das müsste reichen.“ Das hört ein Trainer natürlich nicht so gern, und Dirk Rohrbach sagt das, was Trainer in solchen Situationen einfach sagen müssen: „Es ist zu früh, den Rechenschieber hervorzuholen. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“

Eine Argumentation, der Danny Albrecht natürlich nichts entgegenzusetzen hat. Seine Drei-Punkte-pro-Wochenende-Rechnung sieht er ohnehin nicht als Ruhekissen. Der 27-Jährige verrät indes, was sich die Mannschaft intern vorgenommen hat: „Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen, damit wir für die Play-offs vielleicht einen guten Heimplatz ergattern können.“

Denn obwohl mit dem Erreichen der Play-offs und dem damit verbundenen Klassenerhalt das ausgegebene Saisonziel bereits erreicht wäre, hat das Team offenbar mehr vor. Albrecht formuliert es so, wie er Eishockey spielt – schnörkellos und kraftvoll: „Die Abstiegsrunde vorige Saison war absolut ätzend. Darauf haben wir keinen Bock. In diesem Jahr sind wir zu Höherem berufen.“
Danny Albrecht und die Füchse hatten gegen Dresden Spaß. Foto: thd1 Foto: thd1
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Erstellt am: 23. Januar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 23. Januar 2012, 09:02 Uhr
Autor: jal

jal

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