09. Februar 2012, 00:00 Uhr

Wirbel um Bittencourt lässt Energie-Trainer Bommer kalt

FCE-Jungprofi kann auf Einsatz von Beginn an hoffen

Cottbus Das Thema beschäftigt Fans und Medien: das 18-jährige Energie-Talent Leonardo Bittencourt wechselt im Sommer zum deutschen Meister Borussia Dortmund und soll dennoch nicht gut genug für die Startelf von Energie Cottbus sein? FCE-Trainer Rudi Bommer bleibt gelassen und macht Bittencourt indes Hoffnungen auf einen Einsatz am Freitag gegen Aachen.

Leonardo Bittencourt ist für Bommer eine wichtige Alternative für das Aachen-Spiel. Foto: Aswendt Foto: Aswendt
Der Fokus der Öffentlichkeit ist eindeutig auf den Deutsch-Brasilianer gerichtet. Am Mittwoch war extra ein Fernsehteam vom Bezahlsender Sky nach Cottbus gekommen, um über Bittencourts Situation zu berichten. Und die „Bild“-Zeitung vermeldete, Bommer habe „keinen Bock auf Bittencourt“ und es drohe nun „Meister-Knatsch“. Doch dass Bittencourt im Sommer für geschätzte 3,5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund geht und seitdem Bekanntwerden des Wechsels wohl das Gesicht der Cottbuser Mannschaft ist, lässt seinen Trainer kalt. Auch die mediale Zuspitzung nimmt er gelassen zur Kenntnis: „Ich habe nicht gesagt, dass ich keinen Bock auf ihn habe.“

Vielmehr erläutert er, warum Bittencourt zuletzt gegen München 70 Minuten auf der Bank schmoren musste: „Leo hat im Trainingslager wegen seiner Verletzung einiges verpasst. Andere Spieler haben sich in den Vordergrund gespielt. Und gegen 1860 wollte ich vor allem die Kopfballstärke verbessern, weil die Münchner wegen ihrer großen Spieler die Lufthoheit hatten.“ Deshalb also der wuchtige Sörensen als Sturmpartner von Rangelov, und nicht der wendige Bittencourt.

Doch diese Startaufstellung ist nicht in Beton gegossen, Bommer macht dem Jungprofi Hoffnung: „Ich denke über die Formation nach, weil Leo nach seiner Einwechslung unser Spiel ja spürbar belebt hat.“ Weil Bommer zudem ankündigt, gegen Aachen zu Hause noch offensiver agieren zu wollen, ist mit dem Einsatz des Nachwuchsnationalspielers tatsächlich zu rechnen. Allerdings ist die Position noch offen. Denn der 18-Jährige könnte auch an der Seite von Marc Andre Kruska im Mittelfeld agieren. Dort hat er bisher seine besten Partien für Energie abgeliefert und mit der Leistung von Ivica Banovic war Bommer nicht vollends zufrieden.

Allerdings will sich Bommer bei seinen Erwägungen nicht von den öffentlichen Diskussionen leiten lassen. Dem „Kicker“ erklärte er seine Sicht der Dinge: Die Aufstellung ergebe sich immer aus der Frage was gut für das Team sei: „Das ist zwar unromantisch, entspricht aber meinem Profidenken.“

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Erstellt am: 09. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 29. Februar 2012, 16:10 Uhr
Autor: jal

jal

Jüngste Kommentare (1)

man merkt...Wollitz ist weg....

von spam

es gibt nix zu schreiben. irgendwie schade grinsen

ansonsten wie von mir schon so oft geschrieben, Leo ist einfach körperlich nicht ausgewachsen und das merkt man in jedem zweikampf. Der wird schon noch..nur leider nicht bei cb.

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