Nils Petersen reißt den FCE aus der Lethargie
Der junge Stürmer ist einziger Lichtblick beim enttäuschenden 1:1 gegen TuS Koblenz
Cottbus Der FC Energie Cottbus kommt nicht in Schwung. Zwar erreichte eine „verängstigte Mannschaft“ (Trainer Claus-Dieter Wollitz) nach zuvor drei Niederlagen in Folge gegen die TuS Koblenz immerhin ein verdientes 1:1 (0:1)-Unentschieden. Fast 70 Minuten bot Energie aber die schwächste Heimvorstellung der Zweitliga-Saison. Erst der eingewechselte Nils Petersen riss Cottbus aus der Lethargie und bewahrte die Mannschaft vor einer weiteren Niederlage.
Petersen war der einzige Lichtblick in einer erneut enttäuschenden Cottbuser Mannschaft. Edmond Kapllani hatte die vom ehemaligen Cottbuser Trainer Petrik Sander betreuten Gäste nach einem groben Stellungsfehler von Markus Brzenska in der 11. Minute in Führung gebracht. Danach machte sich große Verunsicherung breit. Stellvertretend dafür stand Roger, beim 0:1 bei der SpVgg Greuther Fürth noch einer der Besten. Gegen Koblenz spielte Roger Fehlpass auf Fehlpass und musste nach 30 Minuten vom Feld. „Er müsste sich für diese Leistung entschuldigen“, grollte Wollitz. Auf der anderen Seite schaffte es Koblenz auch nicht, gegen den schwächelnden FC Energie den möglichen Sieg über die Runden zu bringen. Johannes Rahn vergab zwei Konterchancen zum möglicherweise vorentscheidenden 2:0 (58./59.). „Ich ärgere mich ein bisschen. Wir haben hier eine Riesenchance liegen gelassen, auch, weil wir über weite Strecken die bessere Mannschaft waren“, sagte Petrik Sander, der sich überaus bemüht zeigte, seine persönlichen Empfindungen bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte außer Acht zu lassen. Bis September 2007 hatte der 49-Jährige drei Jahre als Cheftrainer beim FC Energie gearbeitet. „Es ist schon ein sehr komisches Gefühl“, bekannte Sander immerhin, um dann den Focus wieder auf die sportliche Situation zu lenken: „Nach der Führung hat uns die Abgeklärtheit gefehlt, den verunsicherten Gegner noch weiter runterzustoßen“, bemängelte Sander.
So durfte sich beim 1:1 Nils Petersen als einziger Gewinner fühlen. Auch aufgrund einer Meniskus-Operation hat der Stürmer erst acht Spiele in dieser Saison bestritten. Nach seiner Leistung gegen Koblenz und seinem zweiten Saisontor dürften es jetzt aber mehr werden, zumal die Sturmkollegen Leonard Kweuke, Emil Jula und Sergiu Radu erneut hinter den Erwartungen blieben. „Es hat einfach alles gepasst. Ich habe nur versucht, für die Mannschaft alles zu geben und bin am Ende froh, dass wir nicht gegen Koblenz verloren haben“, sagte Petersen. Startelf-Ambitionen für sich gegen den Karlsruher SC am nächsten Samstag stellte er hinten an: „Das ist Sache des Trainers. Ich stelle da keine Ansprüche. Er wird die Spieler aufstellen, die drei Punkte aus Karlsruhe mitbringen sollen.“
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Erstellt am: 08. Februar 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 08. Februar 2010, 07:51 Uhr
Autor: Von Wolfgang von der Burg

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