Mit der Leidenschaft und der Wucht der letzten 20 Minuten, in denen schließlich noch der Ausgleich durch den eingewechselten Nils Petersen (83.) nach der Führung durch Edmond Kapllani (11.) gelang, konnten die FCE-Kicker die eigenen Fans ein wenig versöhnen. Zur Halbzeitpause hatten sie ihr Team mit einem Pfeifkonzert verabschiedet.
Torhüter Gerhard Tremmel fand klare Worte für die über weite Strecken gezeigten Leistungen: „Ich kann das schon nicht mehr hören, dass wir da und dort gut gespielt haben. Das einzige was zählt, sind Ergebnisse. Bei uns haben wohl einige noch nicht begriffen, dass wir da unten stehen und sich der Blick nach oben eigentlich verbietet. Wir haben gedacht, gegen Koblenz ist das mal locker spielerisch zu lösen. Das ist Unsinn. Wir müssen aufhören zu träumen.“
Für den 49-jährigen Sander war es hingegen eine emotionale Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. „Es ist schon ein sehr komisches Gefühl“, bekannte der TuS-Coach, der bis September 2007 knapp drei Jahre Cheftrainer beim FC Energie gewesen war, und das Team in die Bundesliga geführt hatte. „Ich habe keinen Grund, mich zu verstecken. Es war eine sehr schöne Zeit in Cottbus“, erklärte Sander.
Zumindest den Abstand nach unten – schwacher Trost – konnten die Cottbuser mit diesem Unentschieden halten. Wollitz' Forderung: Am kommenden Samstag bei den punktgleichen Karlsruhern muss Energie da weitermachen, wohin es die Cottbuser in der Schlussphase im Stadion der Freundschaft mit Willen und Leidenschaft schon mal geschafft hatten.
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