Cottbus
Kaiserslautern ist auf dem Weg Richtung Bundesliga kaum mehr zu stoppen - Cottbus bleibt weiter mit dem Teufel-Fluch belegt. So lässt sich die klare 1:4-Niederlage von Energie beim Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern zusammenfassen. Cottbus bleibt damit sieglos gegen die "Roten Teufel" auf dem Betzenberg - und ruscht wieder tiefer in den Abstiegskampf.
Der Lauterer Erik Jendrisek (l) und der Cottbuser Ovidiu Burca kämpfen um den Ball. Foto: Uli Deck (dpa)
Kaiserslautern begann stark und ging schon nach 3 Minuten durch Rodnei in Führung. Cottbus zeigte sich aber nur kurz geschockt und hatte wenig später selbst mehrere gute Chancen. Mehrer Male rettete Lautern-Torhüter Tobias Sippel. In der 18. Minute wäre sogar ein Elfmeter für Cottbus fällig gewesen, aber der Schiri übersah das Handspiel des FCK-Verteidigers. Stattdessen pfiff er einen fragwürdigen Elfer auf der Gegenseite, den Sidney Sam eiskalt versenkte. Kurz vor der Pause traf Sam auch zum 3:0 - so etwas wie die Vorentscheidung.
Der Cottbuser Emil Jula (l) verlässt nach einer roten Karte den Platz. Rechts sein Teamkollege Leonard Kweuke. Foto: dpa
Nach der Halbzeit erhöhte Cottbus zwar noch einmal den Druck, aber FCK-Stürmer Jendrisek schlug in der 61. Minute eiskalt zu und entschied die Partie. Marc-André Kruska gelang in der 69. Minute nur noch Ergebniskosmetik durch einen Elfmeter. Bitter für Cottbus allerdings war noch die unnötige Gelb-Rote-Karte von Emil Jula, der am Freitag gegen St. Pauli zuschauen muss.
Der Lauterer Jiri Bilek (r) und der Cottbuser Marc-Andre Kruska kämpfen um den Ball. Foto: Uli Deck (dpa)
Nach der sechsten Auswärtsniederlage bangen die Lausitzer jetzt weiter um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga. Energie hat mit 31 Punkten und nach dem Punktgewinn der Rostocker nun nur noch fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Dazu muss der Verein schon jetzt für die kommende Saison einen strikten Sparkurs einleiten: Der Etat wird nach dem schlechten Abschneiden in dieser Spielzeit reduziert. „Es ist schon jetzt klar, dass wir für die neue Saison einen strikten Sparkurs fahren müssen. Eine zweite Saison in der 2. Bundesliga wird nicht mehr unter den Möglichkeiten stattfinden können, wie wir sie derzeit haben“, erklärte Sportdirektor Michael Feichtenbeiner, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Im Moment hat der Bundesliga-Absteiger rund 13 Millionen Euro zur Verfügung. Zwar sind die wichtigsten Sponsoren-Verträge unter Dach und Fach, durch das enttäuschende sportliche Auftreten fließen aber weniger TV-Gelder. Der Lauterer Sidney Sam bejubeln seinen Treffer zum 3:0. Foto: Uli Deck (dpa)
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Kaiserslautern | 14.03.2010
Herbe Klatsche für den FCE in Kaiserslautern
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