Cottbus 16 Jahre lang hat Ronny Gersch für den FC Energie Cottbus gearbeitet. Als Stadionsprecher machte er das Stadion der Freundschaft zum "Fightclub" und informierte als Pressesprecher die Medien. Im Interview spricht er über Identifikationsfiguren, seine neue Aufgabe und harte Hunde.
07.02.2010
06.02.2010 - 2. Fußball-Bundesliga Saison 2009/2010 - 21. Spieltag Saison 2009/10 - FC Energie Cottbus - TuS Koblenz: Ronny Gersch
Herr Gersch, haben Sie den Knopf schon gefunden, mit dem Sie von rot-weiß auf blau-weiß umschalten?
Es gibt keinen Schalter. Energie Cottbus wird mein Verein bleiben. Ich bin hier aufgewachsen, habe als Kind schon im Stadion gestanden, mein Vater hat hier gespielt... das ist keine Jacke, die man einfach auszieht. Das wird mir auch jeder Schalker nachsehen.
Man muss also nicht unbedingt Fan eines Vereins sein, um gute Arbeit dort zu leisten?
Ich denke schon, dass man sich von der Faszination eines Vereins schon anstecken lassen muss. Das wird auf Schalke sicherlich kein Problem sein. Trotzdem bleibt der Virus Energie in mir drin. Das ist unheilbar.
Was war eigentlich die Motivation für den Wechsel?
Das Angebot kam zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt. Wir waren im Trainingslager, wo ich mich auch als Pressesprecher auf wichtige Projekte in der Rückrunde vorbereite. Ich habe dann auch erst mal zwei Nächte drüber schlafen müssen, bis ich Ja gesagt habe. Es ist eine unheimlich reizvolle Aufgabe, für den erfolgreichsten deutschen Profi-Trainer der letzten Jahre zu arbeiten. Er hat bei Schalke 04 ein Projekt angefangen, dass ich hochgradig interessant finde. Wenn man - wie ich - 16 Jahre für einen Verein gearbeitet hast, ist es auch legitim, zu sagen: Ich will mal was anderes machen. So schön, wie es hier ist.
Wie kam man bei Schalke auf Sie?
Ich werde Assistent des Sportdirektors Felix Magath und als solcher verantwortlich für die Lizenzspielerabteilung. Ich bin ihm von einem gemeinsamen Bekannten empfohlen worden. Dann haben wir uns getroffen und festgestellt, dass wir das miteinander probieren wollen.
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Ich würd auch abhauen!!!! Antworten
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