Hoffnungen und Wünsche

Dabei geht es nicht nur um den Blick zurück. „Es geht auch um die Hoffnungen und Wünsche, mit denen die Akteure von damals aufgebrochen sind und was daraus geworden ist“, sagt Martina Weyrauch, Leiterin der Brandenburger Landeszentrale für politische Bildung.

Weyrauch moderiert am Freitagabend eine Diskussionsrunde in der Cottbuser Oberkirche, an der auch Pfarrer Christoph Polster teilnimmt. Er stand schon vor 20 Jahren an der Spitze der Oberkirchgemeinde und war maßgeblich am politischen Umbruch beteiligt. „Im Vordergrund wird die Frage stehen, was habe ich gewonnen, was habe ich hinter mir gelassen“, sagt Polster. Es gebe auch Menschen, die nach dem Mauerfall unverschuldet in Not geraten seien. Der Gewinn der Demokratie vor 20 Jahren sei jedoch ein Grund zum Feiern.

Gefeiert wird am kommenden Montagabend auch direkt an der ehemaligen Grenze. Dort, wo der Landkreis Dahme-Spreewald an Berlin-Rudow grenzt, wird bei einem Volksfest eine zehn Meter lange, aus Kunststoff original nachgebaute Mauer zum Einsturz gebracht. Danach gibt die Gruppe „City“ ein Konzert. „Wir wollen noch einmal für kurze Zeit zeigen, wie der Alltag an der Demarkationslinie war“, so Dahme-Spreewald-Landrat Stephan Loge (SPD).