In der Pubertät
Vanessa (17), Daniel (15), Susi (16) (v.l.n.r.) Foto: Helbig
Aber wenn es mal hart auf hart geht, wer hilft Euch dann?
Susi: Na, bei ganz schlimmen Sachen ist Mutti schon da. Und Lehrer sind auch nicht so extrem schlimm, wenn man sie in Ruhe lässt.
Vanessa: Stimmt. Und bei Ärger mit der Polizei oder so kann man Eltern ja sowieso nicht raushalten. Jetzt, bei der Geburt kommt auch meine Mutter mit, das ist schon okay.
Daniel: Bei mir zählt nur die Clique. Und unser Anführer, der ist cool, der kriegt alles hin.

Habt Ihr Vorbilder, Idole?
Susi: Bei den Frauen nicht so, aber Arnold Schwarzenegger finde ich klasse. Der ist stark, macht sein Ding und lässt sich von niemandem aufhalten.
Vanessa: Nein, eigentlich nicht. Stars haben mit meinem Leben gar nichts zu tun.
Daniel: Ich gucke abends gern Wrestling im Fernsehen. Da gibt es zwei Typen, die sind klasse. Unbesiegbar.

Und welche Rolle spielt die Liebe in Eurem Leben?
Hier beginnt eine heftige Diskussion unter den Dreien – diese Frage macht ihnen anscheinend am meisten zu schaffen.
Susi: Liebe? Daran glaube ich nicht. Ich hatte einmal eine Beziehung, die ist übel auseinandergegangen, jetzt will ich davon erstmal nichts mehr wissen. Ich nehme mir, was ich brauche, aber auf Verpflichtungen habe ich keine Lust.
Vanessa: Nee, wer will das schon. Ich bin auch nicht so der Beziehungstyp. Und die große Liebe, die gibt es wohl nicht.
Daniel: Ich hatte mal eine Freundin, aber eigentlich war mir egal, als die Beziehung vorbei war. Mädchen sind noch nicht so wichtig. Hier springen Susi und Vanessa mit Tipps ein: Er soll erst wieder etwas mit Mädchen anfangen, wenn sie für ihn „einzigartig“ sind, damit er niemandem wehtut ...

Ihr steht kurz vor der Schwelle zum Erwachsenwerden. Wenn ihr selbst Kinder habt, wie wollt ihr denn mit denen umgehen?
Vanessa: Ist ja nicht mehr lange hin. Mein Kind wird ein Junge, ich wünsche ihm auch ein männliches Vorbild. Und hoffe, dass ich meine Sache gut mache. Dass ich streng bin, aber auch Kompromisse eingehen kann.
Susi: Meinem Kind werde ich alle Freiheiten lassen, bis es richtig auf die Nase fällt. Dann kommt es schon von allein. Wenn ich vorher Stress mache, hasst es mich nur.
Daniel: Mein Kind kann auch machen, was es will. Aber für die Schule, da sollte es sich zusammenreißen. Mehr lernen als ich und weniger Stress mit den Lehrern haben. Ich glaube, das fände sogar das Kind gut. 
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