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Sicherheit zum Anfassen - Teil 5: Was die Investition in Sachwerte bringt

Mit der Angst vor der Inflation steigt die Nachfrage nach realen Werten. Gold, Grund und Boden sowie Immobilien sollen für Sicherheit sorgen. Im Rahmen der gemeinsamen Vermögens-Check-Aktion von RUNDSCHAU und der V-Bank in München erläutern Experten, unter welchen Umständen die Anlage in Sachwerte sinnvoll ist.

21.11.2009
Gold ist eine beliebte Form der Geldanlage. Effektiver aber ist die Investition in Fonds. Archivfoto: dpa
Nur anschauen, nicht anfassen. Bei Geldanlagen hat dieser zum geflügelten Wort gewordene Werbespruch keine Bedeutung mehr. Viele Anleger wollen nicht mehr zuschauen, wie ihr Papiervermögen beständig an Wert verliert. Sie wollen etwas zum Anfassen: Immobilien mit blitzender Glasfassade und funkelnde Goldbarren statt virtuellen Geldes. Solche Sachwerte gelten als sicher. Ob Wirtschaftskrise oder Hyperinflation – die Mauern eines Gebäudes können an Wert verlieren, doch sie bleiben stehen.

„ Anleger, die auf Sicherheit setzen, sollten sich jetzt unbedingt Sachwerte ins Depot legen“, sagt Jürgen Schneider von der SRQ Finanzberatung mit Standorten in Sachsen und der Lausitz. Vor allem Immobilien gelten als klassische Sachwertanlagen. Eine Alternative zum teuren Direktkauf sind dabei offene Immobilienfonds. Auch wenn diese in den vergangenen Monaten negative Schlagzeilen machten, unter dem Strich haben die meisten Anleger kein Geld verloren. Das sieht auch Michael Dutz so. Der Vorstand der Vermögensberatung Adlatus in Dresden rät Anlegern, in Fonds zu investieren, die in den vergangenen Jahren durchweg gute Ergebnisse erzielt haben. Zudem konzentriert er sich auf Fonds, die Immobilien in Europa anlegen. Die Fonds haben noch einen angenehmen Nebeneffekt. Da sie hauptsächlich in Büros und Gewerbeimmobilien investieren, steigen die Mieten meist mit der Inflation. Das bietet Schutz vor der drohenden Geldentwertung .

Rohstofffonds statt Gold

Zu den Klassikern unter den Sachwerten gehört auch Gold. Seit jeher gelten Barren und Münzen aus Gold als Krisenwährung. Schneider warnt aber davor, sich zu sehr auf das glänzende Metall zu stürzen. „Etwas physisches Gold als Wertaufbewahrung ist in Ordnung“, sagt der Anlageprofi. Er setzt lieber auf Fonds, die in mehrere Rohstoffe wie Kupfer, Nickel, Öl aber auch in Agrargüter wie Weizen investieren. Diese Rohstoffe bieten einen gewissen Schutz – sowohl gegen einen Totalverlust des Geldes als auch gegen die schleichende Entwertung durch die Inflation. Denn die Rohstoffpreise ziehen mit steigender Inflation normalerweise an. Achten muss man nur darauf, dass die Fonds tatsächlich in Rohstoffe und nicht in Aktien von Rohstoffunternehmen investieren.

„Auch Aktien gehören zu den Sachwerten, weil sie Beteiligungen an einem Unternehmen darstellen. Allerdings gilt das nur, wenn das Unternehmen reale Werte besitzt“, sagt Dutz. Das ist nicht immer der Fall. Zu Zeiten des Neuen Marktes schossen Bewertungen von Unternehmen in die Höhe, die aus nichts als ein paar Ideen und Fantasien bestanden.

Sachwertfonds mit Risiken

Eine weitere Alternative sind Sachwertfonds. Diese werden meist als geschlossene Beteiligungen angeboten und investieren zum Beispiel in Immobilien, Flugzeuge, Wald oder Fotovoltaik-Anlagen. Allerdings sind solche Fonds unternehmerische Beteiligungen, die mit erheblichem Risiko verbunden sind. Wer nicht mindestens 100 000 Euro freies Vermögen zur Verfügung hat, sollte die Finger davon lassen .

Tipps, wie Anleger in Sachwerte investieren können, geben unabhängige Vermögensverwalter aus der Region beim Vermögens-Check der RUNDSCHAU.

Beim kostenlosen Vermögens-Check überprüfen unabhängige Vermögensverwalter aus der Region Ihr gesamtes Vermögen. Neben Wertpapieren wie Aktien, Fonds oder Zertifikaten werden auch Beteiligungen oder Immobilien unter die Lupe genommen. Mit dem Ziel, Ihre gesamte Vermögens- und Lebenssituation zu erfassen, beziehen die Experten Themen wie private Altersvorsorge, Ruhestandsplanung oder Steueroptimierung in die Analyse ein. Einzige Voraussetzung zur Teilnahme am Vermögens-Check ist, dass Sie über ein Vermögen von 25 000 Euro oder mehr verfügen oder einen solchen Betrag anlegen wollen. Teilnehmer können sich telefonisch an jedem Wochentag zwischen acht und 20 Uhr kostenlos aus dem deutschen Festnetz unter Telefon 0800/4 44 46 94 anmelden. Als Kennwort muss LAUSITZER/ELBE-ELSTER-RUNDSCHAU angegeben werden. Interessenten können sich aber auch im Internet registrieren lassen. Anmeldeschluss ist der 30. November 2009. Die V-Bank AG, die die Aktion organisiert, versichert, dass alle Informationen vertraulich behandelt und nur während der Aktion verwendet und gespeichert werden. Sie leitet die Daten lediglich an einen bankenunabhängigen Vermögensverwalter vor Ort weiter, damit dieser den Vermögens-Check durchführen kann. Der Vermögens-Check findet durch ein persönliches oder telefonisches Gespräch statt, das bis zu zwei Stunden dauern kann. Die Ergebnisse werden schriftlich dokumentiert. Es gibt eine Übersicht über die bestehende Vermögensstruktur und eine Empfehlung, wie diese verbessert werden kann.

Von Alexander Heintze
 
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