Rockerkriminalität: Polizei durchsucht Wohnungen
Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde im Visier der Polizei
Frankfurt (Oder)
Im Kampf gegen Rockerkriminalität hat die Polizei am Donnerstag in Brandenburg mehrere Objekte durchsucht. Rund 50 Beamte durchkämmten am Morgen im Gebiet Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde sechs Wohnungen, Läden und Büros, wie die Polizei in Frankfurt (Oder) mitteilte.
Es wurden mehrere Waffen sichergestellt und Strafanzeigen geschrieben. Die Aktion stand nach Angaben eines Polizeisprechers nicht im Zusammenhang mit dem tödlichen Schuss eines „Hells Angels“ auf einen SEK-Beamten am Mittwoch in Rheinland-Pfalz. Bei den Durchsuchungen in Ostbrandenburg stellte die Polizei unter anderem Patronen, Messer, Schlagstöcke, ein Schwert und 16 Teile von Schusswaffen sicher.
Hakenkreuze und CDs
Sie entdeckten außerdem mehr als 200 CDs mit rechter Musik, fünf Fahnen mit Hakenkreuzen und Runen sowie geringe Mengen Betäubungsmittel. Es liegen bislang vier Strafanzeigen unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz vor, wie die Polizei mitteilte. Als Konsequenz aus den Umtrieben von Rockern in der Region hatte das Potsdamer Innenministerium im vergangenen Jahr den Club „Chicanos MC Barnim“ aus Eberswalde verboten. Es war die erste offizielle Schließung eines Rockerclubs in Brandenburg. Darüber hinaus hatten in der Vergangenheit immer wieder Durchsuchungsaktionen für Schlagzeilen gesorgt. Ein Polizeisprecher in Frankfurt (Oder) bezeichnete den tödlichen Schuss in Rheinland-Pfalz als eine neue Stufe der Gewalt. Als Zeichen ihrer Anteilnahme seien auch in Brandenburg Polizeiautos mit Trauerflor unterwegs.
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